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Ende einer Fußball-Ära? "Entscheidend ist ein ganz anderer Faktor"

Sport

29.07.2026 • 19:09 Uhr Die Zukunft des langjährigen Heidenheim-Trainers Frank Schmidt über die kommende Saison hinaus ist weiter ungewiss. Im Gespräch mit SPORT1 gibt er Einblicke in seine Entscheidungsfindung und setzt klare Grenzen, was Einflüsse von außen angeht. Es ist die 20. Saisonvorbereitung, die Frank Schmidt derzeit mit dem 1. FC Heidenheim bestreitet. Eine unfassbare Zahl angesichts eines sich immer schneller drehenden Trainerkarussells im Profifußball. 2007 eingestiegen als Co-Trainer, rückte er beim damaligen Fünftligisten wenige Monate später ins erste Glied und leitete ein Fußballmärchen ein, das in den vergangenen drei Jahren sogar Bundesliga-Fußball an die Brenz brachte. Hört Frank Schmidt 2027 beim 1. FC Heidenheim auf? Schmidts Ankündigung, dass die Saison 2026/27 – der Vertrag läuft danach aus – „mutmaßlich“ seine letzte in Heidenheim sein wird, schlug hohe Wellen und ließ gleichzeitig eine Hintertür offen. Im Rahmen des Trainingslagers in Südtirol gab der 52-Jährige im exklusiven Gespräch mit SPORT1 Einblicke, wie der Stand der Dinge ist und inwiefern das Thema womöglich die Vorbereitung auf die Zweitligasaison überlagert. Das sagt Frank Schmidt über seine Zukunft „Jeder, der mich kennt, weiß das“, sagte Schmidt auf die Frage, ob der völlige Fokus auf dem Alltagsgeschäft liege. „Ich denke da nicht zu weit nach vorne und auch nicht zurück, sondern ich habe mich immer mit der Gegenwart beschäftigt, mit der Aufgabe, die gerade ansteht. Das liegt auch daran, dass ich den Wettkampf zu sehr liebe. Alles andere würde den Fokus in eine andere Richtung lenken und am Ende des Tages nur ablenken. Deswegen habe nur eins im Kopf: dieses Jahr mit der Mannschaft, mit dem Verein erfolgreich zu sein.“ Schmidt ist sich der Tatsache bewusst, „dass es etwas Außergewöhnliches ist und dass es das im Fußball nicht so häufig gibt“, 20 Jahre bei einem Verein zu arbeiten. „Aber wir haben das immer als langfristiges Projekt gesehen, auch als Besonderheit. Dass es dann am Ende 20 Jahre werden, hätte ich wahrscheinlich damals nicht gedacht.“ In dieser Denkweise, sich immer nur mit der Aktualität zu beschäftigen, sieht Schmidt einen großen Vorteil: „Das sorgt auch dafür, dass das Energielevel hoch ist, dass der Fokus da ist, dass die Motivation hoch ist. Wenn das nicht wäre, dann würde das wahrscheinlich auch so keinen Sinn mehr machen.“ Schon elf Abgänge beim 1. FC Heidenheim Diesen Fokus wird es auch brauchen, um nach drei berauschenden Jahren in der Bundesliga schnell wieder in der 2. Bundesliga Fuß zu fassen. Elf Abgänge musste Heidenheim bereits verzeichnen, zahlreiche Leistungsträger sind darunter, zuletzt auch Niklas Dorsch. Auf der Gegenseite konnten allerdings auch bereits zahlreiche Lücken durch Neuzugänge gestopft werden. Der Abstieg wurde zwar erst an einem dramatischen 34. Spieltag fix, bahnte sich aber schon viele Wochen zuvor an. Und wie sehen Schmidts derzeitige Gedanken aus, was seine Position über die Saison hinaus angeht? Immerhin hat der Heidenheimer Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald zuletzt angedeutet, dass er alles versuche, um Schmidt noch auf der emotionalen Ebene zu packen und die Lust auf eine Verlängerung der Erfolgsgeschichte zu wecken. „Geht gar niemanden etwas an, wie diesbezüglich meine Gedanken aussehen“ „Ich glaube, das geht gar niemanden etwas an, wie diesbezüglich meine Gedanken aussehen und was ich mit der Familie ausmache oder nicht“, stellte Schmidt klar: „Entscheidend ist ein ganz anderer Faktor: nämlich der, dass wir abgestiegen sind und der Trainer Frank Schmidt immer noch an der Seitenlinie steht. Und das ist kein Selbstläufer, sondern es hat damit zu tun, dass wir auch in der Phase, in der es sportlich extrem schwierig war, sehr offen, transparent, ehrlich miteinander im Verein kommuniziert haben. Das wäre im Erfolgsfall nicht anders gewesen.“ Schmidt betonte, dass er sich weiter der „vollen Rückendeckung“ sicher sein kann. „Jeder steht hinter dem Weg und das ist für mich entscheidend, um weiterhin gute Leistungen zu bringen. Was mich beschäftigt und was nicht, das ist uninteressant. Es geht hier um die sportliche Aufgabe, um den Ist-Zustand, um das, was in der Zweitligasaison auf uns zukommt. Zu allem anderen ist alles gesagt, weil ich nicht der Wichtigste hier im Verein bin.“

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