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Endlich Gewissheit: Everest-Leiche nach 30 Jahren identifiziert

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Kathmandu (Nepal) – Rund 30 Jahre lang war er das wohl berühmteste Rätsel am Mount Everest. Wegen seiner auffällig grünen Bergsteigerstiefel nannten ihn alle nur „Green Boots“. Jetzt ist seine wahre Identität geklärt: Ein DNA-Test identifizierte den Toten als den indischen Bergsteiger Dorje Morup (†47). Öffentlich bekannt wurde das Ergebnis erst jetzt im Zusammenhang mit der geplanten Bergung der Leiche. Die Indo-Tibetan Border Police (ITBP) bestätigte die Identität des Toten nach einem DNA-Abgleich. Morups Leichnam soll noch in diesem Sommer aus der sogenannten Todeszone auf mehr als 8000 Metern Höhe geborgen werden. Dafür sucht die ITBP derzeit ein Unternehmen, das auf Höhenbergungen spezialisiert ist. Jetzt soll „Green Boots“ geborgen werden Die heikle Bergung soll über die tibetische Seite des Mount Everest erfolgen. Dafür sind mindestens sechs erfahrene Sherpas erforderlich, die auf technische Bergungen in extremer Höhe spezialisiert sind. Zudem müssen zahlreiche Genehmigungen der chinesischen Behörden in Tibet eingeholt werden, bevor der Leichnam nach Kathmandu und anschließend nach Indien überführt werden kann. Tödlicher Sturm am Gipfel Morup gehörte am 10. Mai 1996 zu einer sechsköpfigen Expedition der Indo-Tibetan Border Police, die den Mount Everest über die Nordseite bestieg. Als die Gruppe nahe dem Gipfel in einen schweren Schneesturm geriet, kehrten drei Teilnehmer um. Morup setzte den Aufstieg gemeinsam mit Tsewang Paljor (†28) und Tsewang Samanla fort. Alle drei kamen wenig später am Berg ums Leben. Insgesamt starben bei der Everest-Katastrophe im Mai 1996 acht Bergsteiger. Weil Bergungen in extremer Höhe als lebensgefährlich gelten, blieb Morups Leichnam rund 30 Jahre lang am Berg. Schnee und Eis konservierten den Körper über Jahrzehnte. Wegen seiner auffällig grünen Koflach-Bergsteigerstiefel erhielt er den Spitznamen „Green Boots“. Für unzählige Everest-Besteiger wurde die Leiche zu einem makabren Orientierungspunkt auf der Nordostroute zum Gipfel. Lange für einen anderen Bergsteiger gehalten

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