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Energiekonzern BP zieht sich aus Öl und Gas in der Nordsee zurück

Allgemein

Ende einer Ära Energieriese gibt Öl- und Gasförderung in der Nordsee auf Von afp, wal 31.07.2026 - 15:05 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Geschäftsaktivitäten in der Nordsee verkaufen. Damit endet eine fast 70-jährige Tradition. Der britische Ölmulti BP zieht sich aus der Nordsee zurück und will dort kein Öl und Gas mehr fördern. Die Nordsee spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im britischen Energiesystem, erklärte BP-Chefin Meg O'Neill am Freitag. Der Konzern wolle jedoch sein Kapital auf die vielversprechendsten Möglichkeiten konzentrieren und sei daher der Ansicht, "dass unser Nordseegeschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgestellt sein wird". Nach BP-Angaben umfasst das Nordseegeschäft fünf Produktionszentren und beschäftigt etwa 1.100 Menschen. Zwei der Fördergebiete befinden sich in der zentralen Nordsee, drei westlich der schottischen Shetlandinseln. Neuer Regierungschef erwägt neue Lizenzen für Öl und Gas BP hat seine erste Lizenz für Nordseebohrungen im Jahr 1964 erhalten. 1965 entdeckte der Konzern ein erstes Gasgebiet und installierte seine erste Nordseeplattform. Heute gehört BP zu den größten Öl- und Gasproduzenten der Welt und fördert nach eigenen Angaben jährlich 2,3 Millionen Barrel Öl am Tag. In der britischen Nordsee sind nach wie vor viele andere Energiekonzerne aktiv, darunter Shell, EnQuest und Ithaca Energy. Der neue britische Premierminister Andrew Burnham steht unter Druck, Beschränkungen für die Förderung von Öl und Gas zu lockern. Die regierende Mitte-Links-Partei Labour war 2024 an die Macht gekommen und hatte zugesichert, keine neuen Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen auszugeben, um Großbritannien von fossilen Brennstoffen wegzuführen und hin zu erneuerbaren Energien. Burnham, der im Juli Keir Starmer im Amt des Regierungschefs ersetzte, gelobte, alle Versprechen aus dem Labour-Parteiprogramm der Wahl 2024 einzuhalten. Er hat allerdings zugleich ein radikales Regierungsprogramm angekündigt, mit dem er die Lebenshaltungskosten senken will. Die Befürworter von ausgeweiteten Nordseebohrungen führen an, dass die Förderung dabei helfen würde, die seit Beginn des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise zu senken. Zudem trage die Förderung zur Energiesicherheit des Landes bei. BP will Arbeitsplätze erhalten In ganz Großbritannien arbeiteten den jüngsten Zahlen von 2025 zufolge fast 14.000 Menschen für BP. Das Unternehmen bekräftigte am Freitag sein Engagement im Land und erklärte, dass sein Hauptsitz in Großbritannien bleiben werde. "Großbritannien ist seit mehr als 100 Jahren unsere Heimat und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle für uns spielen", fuhr O'Neill fort. "Wir sind stolz auf die Arbeitsplätze, die wir schaffen, auf unseren Beitrag zur britischen Wirtschaft und auf unsere Arbeit, mit der wir jeden Tag gewährleisten, dass die Energieversorgung aufrechterhalten bleibt."

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