Energiewende: Anteil erneuerbarer Energien an deutscher Stromerzeugung auf Rekordhoch
Auch die aus konventionellen Energieträgern gewonnene Strommenge legte um 1,7 Prozent zu. Weil insgesamt mehr Strom erzeugt wurde, sank aber der Anteil der konventionellen Kraftwerke auf 40,9 Prozent nach 42,0 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Bereits seit 2023 wird in Deutschland mehr Strom aus erneuerbarer Energie als aus fossilen Quellen gewonnen.
Weniger Kohle, mehr Photovoltaik
Wichtigster Energieträger blieb im ersten Halbjahr die Windkraft, deren Anteil im Jahresvergleich um 2,1 Punkte auf 29,4 Prozent gewachsen ist. Die starke Steigerung der Windstrommenge um 12,3 Prozent beruht aber wesentlich auf dem Basiseffekt, dass im ersten Halbjahr 2025 oft Flaute herrschte. Im langfristigen Vergleich wurde jetzt wieder ein durchschnittliches Niveau erreicht.
Die Strommenge aus den Kohlekraftwerken ist leicht um 0,5 Prozent gesunken, sie bleibt mit einem Anteil von 21,4 Prozent aber weiterhin zweitwichtigster Energieträger im deutschen Strommix. Die Photovoltaik legte um 3,5 Prozent zu und kommt auf einen Anteil von 17,8 Prozent an der gesamten Strommenge. Mit Erdgas wurden 16,5 Prozent des Stroms erzeugt. Die Strommenge legte hier um 6,4 Prozent zu.
Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent auf 34,5 Milliarden Kilowattstunden. Dagegen stieg die exportierte Strommenge um 14,9 Prozent auf 33,9 Milliarden Kilowattstunden. Unter dem Strich wurden nur noch 0,6 Milliarden Kilowattstunden mehr Strom aus dem Ausland importiert als dorthin exportiert. Vor einem Jahr hatte der Importüberschuss noch 8,3 Milliarden Kilowattstunden betragen.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 230,6 Milliarden Kilowattstunden erzeugt und ins Netz eingespeist. Das waren 4,5 Prozent mehr Strom als in der ersten Hälfte des Vorjahres.