Energiewende: Koalition erzielt Durchbruch bei Förderung von Reservekraftwerken
Berlin. CDU, CSU und SPD haben sich bei der Förderung von Reservekapazitäten verständigt. Damit steht einer Beschlussfassung in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause, die am Montag beginnt, nichts mehr im Wege. Das bestätigten mehrere an den Verhandlungen beteiligte Personen dem Handelsblatt. Von den Änderungen, auf die sich die Koalitionspartner jetzt verständigten, profitieren insbesondere kleinere Kraftwerksbetreiber und die Batteriespeicher-Branche. Geregelt werden soll die Förderung für den Bau von Reservekapazitäten im Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG). Der Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums befindet sich seit Anfang Juni im parlamentarischen Verfahren. Ziel des StromVKG ist es, Anreize für den Bau von Anlagen zu schaffen, die immer dann Strom liefern, wenn die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen nicht ausreicht, um die Stromnachfrage zu decken. Phasen, in denen Windparks und Photovoltaikanlagen keine nennenswerten Beiträge zur Stromerzeugung liefern, werden als „Dunkelflauten“ bezeichnet. Sie können sich über mehrere Tage erstrecken.