Enerparc muss Insolvenz anmelden
Das Amtsgericht Hamburg hat am Montag ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen die Enerparc AG eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellten die Richter den Rechtsanwalt Stefan Denkhaus von der Kanzlei BRL, wie aus der Bekanntmachung hervorgeht. Mit Eröffnung des vorläufigen Verfahrens sind die Löhne der Mitarbeiter für drei Monate gesichert.
Nach den bekannten Informationen betrifft der Insolvenzantrag bisher nur die Enerparc AG, nicht die Tochter- oder Projektgesellschaften. Insgesamt verfügt Enerparc nach eigenen Angaben über knapp 700 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren in Deutschland und weltweit mehr als 1000 Photovoltaik-Projekte mit insgesamt rund 6,6 Gigawatt entwickelt, von denen es einige auch im Eigenbestand betreibt.
Erst im Frühjahr sicherte sich Enerparc eine Milliarden Euro an Finanzierungen. Mit dem Geld sollte der Ausbau von Photovoltaik-Kraftwerken und Batteriespeichern weiter vorangetrieben werden. Das Finanzierungspaket bestand aus einem Junior-Darlehen über 500 Millionen Euro sowie einem langfristigen Projektfinanzierungsrahmen von zunächst 425 Millionen Euro, der über eine sogenannte Akkordeonfazilität auf bis zu 500 Millionen Euro erweitert werden kann.
In der Insolvenzbekanntmachung des Gerichts waren zunächst keine näheren Angaben zu den Gründen des Insolvenzverfahrens zu finden.