DAX -0,76 % 26.239,89 Pkt 09:21:14 MDAX -0,73 % 32.227,92 Pkt 09:21:14 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.507,84 Pkt 09:21:00 Dow Jones -0,71 % 53.459,78 Pkt 22:42:57 S&P 500 -0,69 % 7.745,06 Pkt 22:42:27 Nasdaq -0,59 % 26.644,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,91 % 4.458,00 USD 09:26:03 Silber -1,12 % 65,38 USD 09:26:12 Brent +0,07 % 90,93 USD 09:26:02 WTI +0,41 % 84,85 USD 09:26:01 Bitcoin -0,51 % 64.179,74 USD 09:36:01 EUR/USD +0,04 % 1,15790 USD 09:35:55 EUR/GBP +0,15 % 0,85570 GBP 09:36:14 EUR/CHF -0,20 % 0,93860 CHF 09:36:14 EUR/JPY +0,33 % 184,896 JPY 09:36:05

Enteignungen: Maischberger nimmt Linken-Chefin Schwerdtner in die Mangel

Nation

"Was würde das kosten?" Maischberger nimmt Linken-Chefin Schwerdtner in die Mangel Von Charlotte Zink Aktualisiert am 18.08.2026 - 08:12 UhrLesedauer: 3 Min. Die Wirtschaftsweise Schnitzer liefert sich bei "Maischberger" einen Schlagabtausch mit Linken-Chefin Schwerdtner. Auch die Moderatorin nimmt die Politikerin in die Mangel. Gut einen Monat vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin hat Sandra Maischberger mit Parteichefin Ines Schwerdtner und der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer die Enteignungsplänen der Linken diskutiert. Die Partei möchte, dass Wohngroßkonzerne wie Vonovia vergesellschaftet werden, um die Mietpreise zu senken. "Was würde das kosten, wenn Sie Vonovia auszahlen?", wollte Maischberger von Schwerdtner wissen. Vergesellschaftung sei "finanziell machbar" und gehöre zu einer Reihe an Dingen, die man tun könne, um Wohnen bezahlbarer zu machen, erklärte die Linken-Chefin. So gebe es auch einige kostenfreie Maßnahmen, die man sofort umsetzen könne, wie etwa die Fahndung nach "illegalen Wuchermieten" oder eine Mietpreisdeckelung. Die Gäste Ines Schwerdtner, Parteivorsitzende der Linken Monika Schnitzer, Wirtschaftsweise Frederik Pleitgen, CNN-Korrespondent Dirk Steffens, Fernsehmoderator und Journalist Mariam Lau, "Die Zeit"-Journalistin Fabian Grischkat, Moderator und Autor Doch Maischberger ließ sich nicht abschütteln und wiederholte ihre Frage: Wie viel kostet die Vergesellschaftung? Es komme darauf an, was Richter entscheiden würden, antwortete die Linken-Chefin. Der Preis könne bei einem "symbolischen Euro" oder bei mehreren Milliarden liegen, erklärte sie. "Sie wollen politisch etwas, wovon sie nicht wissen, was sie am Ende dafür ausgeben müssen", kritisierte Maischberger. Schnitzer korrigiert Linken-Chefin Wir wissen, dass es etwas kostet, wehrte sich die Parteichefin. Durch Mieteinnahmen aus Wohnungen in öffentlicher Hand würde auch Geld wieder zurückfließen, so Schwerdtner. Ihre Partei wolle das umsetzen, was die Berliner 2021 entschieden hätten, betonte sie: Beim damaligen Volksentscheid hatten sich 59 Prozent der Hauptstädter für eine Enteignung von Wohngroßkonzernen ausgesprochen. Eine konkrete Antwort auf Maischbergers Frage hatte am Montag die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. "Mit einem Euro wird es nicht getan sein", kommentierte sie Schwerdtners Aussage. Viel eher sei mit hohen Milliardenbeträgen im zweistelligen Bereich zu rechnen. Geld, das man besser in Neubauten investiere, so die Meinung der Ökonomin. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Auch Schwerdtners Aussage, die Wohnungen finanzierten sich am Ende selbst, konnte sie nicht unterschreiben. "Das wird natürlich nicht funktionieren", so die Wirtschaftsweise, denn: Bei günstigeren Mietpreisen, wie sie die Linke fordere, würden die Einnahmen nicht besonders hoch sein. Ansatzpunkte gegen die Wohnungsnot sah Schnitzer an anderen Stellen. Es müsse günstiger gebaut, mehr Bauland ausgewiesen und die Bauvorschriften zurückgefahren werden, so die Wirtschaftsexpertin. Kein Konsens bei Vermögenssteuer Ein "Logikproblem" bei den Enteignungspläne der Linken sah auch Journalist Dirk Steffens. Durch Vergesellschaftung entstehe nicht eine einzige neue Wohnung, gab er zu bedenken. Dabei sei gerade der Wohnungsmangel die Ursache für hohe Mietpreise. Anstatt den Mangel zu verwalten, solle man ihn lieber durch das Schaffen neuer Wohnungen bekämpfen, forderte er und war damit auf einer Welle mit Wirtschaftsexpertin Schnitzer. Diese kritisierte in der Debatte mit der Linken-Chefin noch eine andere Forderung der Partei: die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Eine Besteuerung der Superreichen tue nicht nur der Demokratie gut, sondern könne auch Geld für Reformen einbringen, erklärte Schwerdtner. Schnitzer war anderer Auffassung: Eine Besteuerung der Superreichen wäre "keine gute Idee", um große Einnahmen zu erzielen, sondern würde wohl eher massive Ausweichmanöver der Reichen hervorrufen, prognostizierte die Ökonomin. Der Grund: Menschen mit viel Vermögen seien gut darin, es mithilfe von Anwälten kleinzurechnen oder zu verschieben, um Steuern zu vermeiden. Die jüngsten Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin deuten darauf hin, dass es in der Hauptstadt zu einem knappen Rennen zwischen Linke und CDU kommen wird.

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