Entlassungen im Pentagon: Republikaner Bacon kritisiert Hegseth
Klima der Angst im Pentagon Republikaner: "Es hat unserem gesamten Militär geschadet" Von t-online, csi 29.06.2026 - 08:33 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die schlechten Nachrichten aus dem Pentagon überschlagen sich, hochrangige Militärs gehen oder werden dazu gezwungen. Nun bekommt Hegseth deutliche Kritik aus den eigenen Reihen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht in seiner eigenen Partei unter Druck, weil er das Pentagon zu stark an die Agenda von US-Präsident Donald Trump anpasst. Don Bacon, Republikaner und Mitglied des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses, erklärte bei CNN, dass die anhaltenden Entlassungen im Pentagon und verweigerten Beförderungen hochrangiger Offiziere den amerikanischen Streitkräften schaden. Hegseth unterwandere das Pentagon. Die Maßnahmen treffen zudem überproportional Frauen und Schwarze, schreibt "The Independent". Hintergrund sind überraschende Rücktritte und Entlassungen im Pentagon und Berichte, dass in den höchsten Rängen des Verteidigungsministeriums unter Hegseth ein Klima der Angst und Paranoia herrscht. Die Stimmung soll einem CNN-Bericht von Anfang Juni so angespannt gewesen sein, dass Soldaten gezwungen wurden, sich Lügendetektortests zu unterziehen und Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen. Ein Beamter sagte CNN: "Bei allem, was wir täglich taten, kalkulierten wir: 'Wird das den Chef im Amt halten oder wird er deswegen gefeuert?'" Der neueste Rücktritt betrifft General Chris Donahue, der nach nur anderthalb Jahren sein Amt als Befehlshaber der US-Streitkräfte in Afrika und Europa niederlegt und in den Ruhestand geht. Donahue war der US-Befehlshaber, der die letzten Tage des US-Abzugs aus Afghanistan leitete und eine Minute vor der vom ehemaligen Präsidenten Joe Biden gesetzten Frist als letzter das Transportflugzeug der US-Luftwaffen betrat. Seit Hegseths Amtsantritt im vergangenen Jahr wurden "The Independent" zufolge über zwei Dutzend hochrangige Beamte und Kommandeure aus ihren Spitzenpositionen gedrängt, traten zurück oder wurden entlassen. Sie nahmen auch während Trumps Krieg gegen den Iran nicht ab, im April beispielsweise entließ der Präsident Marineminister John Phelan, obwohl die Marine gerade Operationen durchführte, unter anderem an der Straße von Hormus. Und auch der Chef des US-Cyberkommandos, General Timothy Haugh, wurde entlassen. Bacon bezeichnete ihn als "unersetzlich" und erklärte zu den Entlassungen bei CNN: "Ich denke, es hat dem Pentagon und unserem gesamten Militär geschadet."