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Entscheidung gefallen: So geht es mit Köln

Sport

"Wagner raus", schallte es am späten Samstagnachmittag unüberhörbar durch das Rhein-Energie-Stadion. Der 1. FC Köln musste sich nach einem zähen Spiel gegen den FC Schalke 04 mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Das war zu wenig für den Geschmack des Anhangs, der sich eine andere Reaktion auf die 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt erhofft hatte.

Die Kritik an Trainer René Wagner ist dabei nicht neu. Die Arbeit des 38-Jährigen wird schon seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, von einem immer größeren Teil der Fans bemängelt. Schon am Sonntag scheinen sich die Effzeh-Verantwortlichen darauf festgelegt zu haben, wie es mit Wagner weitergeht.

Wagner "hat volle Rückendeckung"

Wie Sky Sport berichtet, genießt Wagner weiterhin das Vertrauen der Bosse. Somit wird es vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Dienstag, 20:45 Uhr) definitiv keinen Trainerwechsel geben. Nach aktuellem Stand soll Wagner auch am Sonntag auf der Bank Platz nehmen, wenn es zum schnellen Wiedersehen mit den Eisernen in der Bundesliga kommt.

"Er hat volle Rückendeckung. Wir haben diese Woche zwei brutal wichtige Spiele, zweimal gegen den gleichen Gegner. Das, was das Vertrauen der Menschen herbeiruft, sind natürlich Erfolge. Das ist die Währung, die aktuell offensichtlich zählt", erklärte Sportdirektor Thomas Kessler.

Bei den Verantwortlichen kann Wagner nach wie vor durch seine fachliche Kompetenz und seine tagtägliche Arbeit am Geißbockheim punkten. Auch die Entwicklung der Spieler wird intern deutlich positiver gesehen als im Umfeld.

Wagners Mängel sind den Bossen bekannt - Endspiel gegen Union?

Allerdings sind auch den Bossen die Mängel des gebürtigen Dresdners bekannt. Zur sehr schüchternen Außendarstellung kommen laut Sky auch kommunikative Fehler hinzu. Gegen Schalke wurde im Vorfeld ein mutigerer Offensivfußball angekündigt, die Spielweise war schlussendlich aber vor allem in der zweiten Halbzeit mal wieder sehr destruktiv. Das sorgt auch dafür, dass der Umgang mit den Führungsspielern ausbaufähig ist.

Dem Bericht zufolge sind die Verantwortlichen dennoch über die Ausmaße der Fankritik überrascht. In ihrer Bewertung spielt auch eine Rolle, dass Wagner bislang immerhin acht Punkte nach sieben Spielen holte. Der Blick auf die Tabelle, in der die Geißböcke derzeit auf Platz zwölf stehen, spricht eher für als gegen Wagner. Und zur Wahrheit gehört auch, dass dabei schwerwiegende Ausfälle wichtiger Spieler wie Ellyes Skhiri, Thijs Dallinga oder Ragnar Ache aufgefangen werden mussten.

Nichtsdestotrotz gilt das kommende Pokal-Duell gegen Union als richtungsweisend. Dabei soll es nicht nur um das reine Ergebnis, sondern auch um die Art und Weise gehen. Sollte der Effzeh also chancenlos verlieren, dann könnten Wagners Tage auf der Kölner Trainerbank noch in dieser Woche gezählt sein.

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