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Eppelheim: Verletzte nach „Gefahrstoffeinsatz“ bei den Wild

Nation

Eppelheim. (luw) Der Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Gelände der Firma ADM, den sogenannten Wild-Werken, ist beendet. Nach bisherigen Informationen sollen kurz nach 8 Uhr rund 25 Menschen über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt haben. Dies gehe wohl auf ein Leck zurück, hieß es. Bürgermeister Matthias Kutsch teilte mit, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. 40 Feuerwehrangehörige aus Eppelheim und der gesamten Region waren im Einsatz.

Feuerwehrkommandant Christoph Horsch erklärte gegenüber der RNZ, dass die Einsatzkräfte zu einem "Produktaustritt" alarmiert wurden. Neben den Feuerwehrleuten aus Eppelheim seien auch Messgruppen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis angerückt: Diese bestehen aus Feuerwehrleuten der gesamten Region.

Horsch bestätigte, dass rund 25 Menschen Beschwerden hatten und sich ärztlich versorgen ließen. "Als wir kamen, war das Gebäude schon geräumt, das war sehr gute Arbeit von ADM", lobte Horsch. Früh habe man gewusst, dass wohl keine Explosionsgefahr bestehe. Die Einsatzkräfte betraten das Gebäude gegen 9.30 Uhr in Schutzanzügen.

Zudem wurde eine sogenannte Dekontaminations-Station aufgebaut: Darin können sich Einsatzkräfte von etwaigen gefährlichen Stoffen reinigen, ohne sich oder ihre Umwelt in Gefahr zu bringen. Indes schlugen die Messgeräte der Feuerwehr nicht an: Es bestand also keine Gefahr mehr.

Auch da die Sprecherin von ADM bisher keine weiteren Informationen liefern konnte, lässt sich über den Auslöser des Einsatzes weiter nur spekulieren. "Alles, was ich aktuell sagen kann, ist, dass einige Mitarbeiter einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen haben", sagte die ADM-Sprecherin. "Wir haben dann aus Vorsicht beschlossen, das betroffene Gebäude zu evakuieren." Um was für ein Gebäude genau es sich handelt und was darin hergestellt wird, konnte die Sprecherin auch am Mittag noch nicht sagen.

Nach RNZ-Informationen löste ein kleiner Arbeitsunfall den Austritt eines nicht näher benannten Gases aus. Demnach seien die Betroffenen allenfalls leicht verletzt. Die Lage sei im Griff, hieß es. "Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und aller Menschen in der Nähe haben für uns höchste Priorität", so die ADM-Sprecherin.

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