Er ist nur Trumps zweite Wahl: Amerikas neuer Ober-Spion
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Washington (USA) – Er soll künftig 18 Geheimdienste dirigieren, von der CIA bis zum FBI. Jay Clayton, 60, Anwalt und Ex-Börsenwächter, ist Amerikas neuer Ober-Spion – und hochumstritten! Der US-Senat in der Hauptstadt Washington D.C. bestätigte den neuen Geheimdienstkoordinator am Dienstag nur mit knapper Mehrheit. Die Kongresskammer billigte die Nominierung Claytons durch Präsident Donald Trump (80) mit 51 zu 47 Stimmen. Damit votierten alle demokratischen Senatoren gegen ihn. Er weigerte sich, Biden als Wahlsieger anzuerkennen Kein Wunder! In seiner Nominierungsanhörung musste sich Clayton im Senat harte Fragen gefallen lassen und zeigte sich dort bereits ziemlich aufmüpfig. Der größte Aufreger: Er weigerte sich zu sagen, dass der Demokrat Joe Biden (83) 2020 die Präsidentenwahl gewonnen hatte. „ Joe Biden wurde bestätigt“, sagte Clayton lediglich und wiederholte damit eine Aussage anderer Kabinettsmitglieder. Damit dürfte er dem US-Präsidenten imponiert haben: Trump behauptet immer wieder, die Wahl sei ihm „gestohlen“ worden, obwohl Gerichte längst das Gegenteil festgestellt haben. Nur Trumps zweite Wahl Trump selbst hatte Clayton im Juni nominiert und als „hoch angesehen“ bezeichnet. Zuletzt war der Jurist Bundesanwalt im südlichen Bezirk des Bundesstaates New York. Davor leitete er die US-Börsenaufsicht SEC und war in der Anwaltskanzlei Sullivan & Cromwell tätig. Ein starker Lebenslauf – trotzdem war Clayton nur Trumps Ersatzkandidat. Eigentlich wollte der Präsident den unerfahrenen Immobilienexperten Bill Pulte (38) dauerhaft zum Geheimdienstkoordinator machen, der das Amt seit Anfang Juni kommissarisch leitet. Gegen den gab es jedoch eine Kongressrevolte.