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Er lag wie Timmy auf dem Rücken: Toter Buckelwal wird durch Ostsee gezogen

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TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) – Wieder musste ein Meeresriese vor der deutschen Küste leiden, wieder hat es kein gutes Ende genommen: Dreieinhalb Monate, nachdem Buckelwal Timmy aus der Ostsee abtransportiert und in Dänemark tot angespült worden war, wird erneut ein Wal an einem Schiff durchs Meer gezogen. Nur ist dieses Tier längst tot. Es wurde am Donnerstagmorgen, kurz nach 8 Uhr, leblos im Greifswalder Bodden entdeckt, wie Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) erklärte. Und plötzlich ging ganz schnell, was bei Timmy unmöglich erschien: Noch am Abend brach ein Behördenschiff auf, um den tonnenschweren Giganten an Gurten zu befestigen und wegzuschleppen. Kleines Boot bewacht letzte Reise des Wals Luftaufnahmen zeigen, wie der tote Wal auf seiner letzten Reise scheinbar mühelos durchs Wasser gleitet, bewacht von einem kleinen Boot. Sein Ziel: Das Nautineum auf der Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums. Am späteren Abend traf der Transport dort ein. Schon am Freitag sei geplant, dass Wissenschaftler den Meeressäuger sezieren. Bei dem Tier handelt es sich demnach um einen etwa sieben Meter langen Buckelwal. Er habe ähnlich wie Timmy mit dem Bauch nach oben gelegen. War das Tier am Rücken verletzt? Naheliegend ist, dass es der verletzte Wal ist, der bereits seit Wochen an der Ostsee -Küste gesichtet worden war, zuerst vor Kiel, dann immer weiter östlich: im Hafenbecken von Wismar, vor Wustrow und zuletzt am vergangenen Samstag in der Nähe des polnischen Badeortes Miedzyzdroje. Experten des WWF Polen überprüften den Zustand des Meeressäugers: Er schwamm frei und hatte sich nicht in Fischernetze verfangen. Ein Boot der polnischen Wasserrettung hatte das Tier anschließend auf seinem Weg nach Osten in die Nähe des Küstenortes Wiselka eskortiert. „Ob es sich bei dem jetzt im Greifswalder Bodden aufgetauchten Wal um das gleiche Exemplar handelt, wissen wir nicht“, sagte Sprecher Stanislaw Poplochodzki vom WWF Polen. Möglicherweise könne man mehr sagen, wenn der Meeressäuger aus dem Wasser komme und man seinen Rücken sehen könne, erklärte das Deutsche Meeresmuseum. Auf einer Aufnahme vom Donnerstag war der Rücken des Wals teilweise zu sehen – er schien dieselben hellen Verfärbungen zu haben.

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