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„Er sorgt für Knappheit“: Trump fordert von Selenskyj Angriffsstopp auf Russen-Diesel

Welt

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Kiew – Der Krieg trifft Russland an einer empfindlichen Stelle: Treibstoff! US-Präsident Donald Trump (80) fordert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) jetzt auf, die Angriffe auf russische Diesel-Anlagen einzustellen. Hintergrund: Die Attacken sollen bereits zu spürbaren Engpässen geführt haben.

Trump macht Selenskyj damit persönlich für die russische Diesel-Krise verantwortlich. „Er muss aufhören, den Diesel-Treibstoff in Russland auszuschalten“, sagte der US-Präsident. Selenskyj könne weiterhin militärische Ziele angreifen – aber nicht die Diesel-Infrastruktur. Denn genau dort würden die ukrainischen Drohnenangriffe inzwischen eine Versorgungskrise verschärfen.

Trump legt nach: „Das kommt nicht aus dem Nahen Osten, das wird durch das verursacht, was zwischen Russland und der Ukraine passiert.“ Damit schiebt der US-Präsident die Verantwortung für die hohen Energiepreise vor allem auf den Ukraine-Krieg. Doch genau diese Darstellung ist brisant.

Doch Trumps Darstellung greift zu kurz. Denn Russlands Diesel-Problem ist längst Teil eines viel größeren weltweiten Energie-Schocks – und der hat vor allem mit dem Krieg gegen den Iran zu tun.

Öl-Schock kommt aus dem Nahen Osten

Während Trump mit dem Finger auf Selenskyj zeigt, explodieren die Energiepreise aus einem ganz anderen Grund: Der Iran-Krieg legt zentrale Öl- und Handelsrouten im Nahen Osten lahm.

Die Straße von Hormus bleibt massiv beeinträchtigt. Gleichzeitig greifen die mit dem Iran verbündeten Huthi im Roten Meer und an wichtigen Schifffahrtswegen an. Jetzt wurde zudem eine zentrale saudische Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen stillgelegt.

Über diese Leitung wurden rund vier Millionen Barrel Öl pro Tag Richtung Rotes Meer transportiert – etwa vier Prozent des weltweiten Ölangebots. Sollte der Ausfall länger dauern, droht der ohnehin angespannten Versorgung ein weiterer schwerer Schlag.

Die Folge: Der Ölpreis steigt auf mehr als 100 Dollar je Barrel. Gleichzeitig schießen die Preise für Diesel und andere Raffinerieprodukte nach oben.

Und genau hier liegt die Brisanz für Trump: Ausgerechnet unter seiner Präsidentschaft sorgt der Krieg gegen den Iran für einen weltweiten Energie-Schock – während er Selenskyj wegen der Auswirkungen des Ukraine-Krieges angreift.

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