Er transportierte Munition und war auf dem Weg zu einer Schussposition: Russischer BM-27 Uragan-Raketenwerfer von ukrainischen Drohnen zerstört
Ein russischer Mehrfachraketenwerfer vom Typ BM-27 Uragan ist in der Region Donezk zerstört worden, während er auf dem Weg zu einer Feuerstellung war. Das Fahrzeug transportierte Munition und geriet nach zwei Treffern in Brand. Kurz darauf explodierte die Ladung. Das zeigen Aufnahmen der ukrainischen Einheit Lasar. Demnach ereignete sich der Angriff bereits Anfang Juli nahe Nowopawliwka. Veröffentlicht wurde das Video am 3. August auf Facebook. Die Lasar-Gruppe gehört zur ukrainischen Nationalgarde und ist auf Einsätze mit unbemannten Systemen spezialisiert. Ihr Schwerpunkt liegt auf Angriffen gegen russische Militärtechnik und Aufklärungsdrohnen, so das ukrainische Portal „United24Media“. Ukrainer schicken Drohnen zu russischer Artillerie Ukrainische Aufklärer hatten zuvor ein Gebiet ausgemacht, das russische Raketenartillerie für Beschuss nutzte. Anschließend wurden Drohnenteams dorthin geschickt. Sie entdeckten den Uragan, als er beladen in Richtung eines geplanten Abschussorts fuhr. Auf dem Video sind zwei Abwürfe aus Drohnen zu sehen. Beide treffen das Fahrzeug. Danach fängt der Werfer Feuer. Noch bevor die Besatzung das System in Stellung bringen kann, detoniert die Munition. In den Aufnahmen schießen mehrere Raketen fast waagerecht und unkontrolliert aus den Startrohren, während sich die Flammen ausbreiten. ANZEIGE ANZEIGE BM-27 Uragan kann bis zu 16 Raketen mitführen Der BM-27 Uragan ist ein sowjetisch entwickeltes Mehrfachraketensystem im Kaliber 220 Millimeter. Es dient zum Beschuss von Truppen, gepanzerten Fahrzeugen und militärischen Stellungen. Nach Angaben der französischen Zeitung „L’Indépendant“ kann das System bis zu 16 Raketen mitführen und Ziele in einer Entfernung von rund 35 Kilometern treffen. Zur Standardbewaffnung gehören 9M27F-Splitterraketen mit Sprengwirkung und 9M27K-Raketen mit Submunition. Außerdem kann das System Minen fernverlegen, darunter Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen. Lasar setzt auf Drohnen gegen russische Technik Ende Juli meldete die Lasar-Gruppe bereits einen weiteren Einsatz. Damals fing sie nach eigenen Angaben eine russische Aufklärungsdrohne vom Typ Zala Z-20 in einer Höhe von 6400 Metern ab. Das wäre einer der höchsten öffentlich bekannt gewordenen Drohnenabschüsse dieser Art. „L’Indépendant“ berichtet, der zerstörte Uragan habe sich „in Richtung einer Feuerzone“ bewegt. Nach dem Treffer sei es zu einer „großen Explosion“ gekommen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben und die Aufnahmen mit den vorliegenden Informationen nicht.