Er will damit seine Verteidigung finanzieren: Treuhänder lehnt offenbar Auszahlung von 1,6 Millionen Dollar an Nick Reiner ab
In dem Verfahren zum gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau Michele Singer Reiner könnte dem angeklagten Sohn Nick Reiner der Zugang zu einem Treuhandvermögen seiner Eltern verwehrt bleiben. Er will damit seine Verteidigung finanzieren. Die Verwalterin des Fonds verweigert ihm den Zugriff auf 1,6 Millionen Dollar (fast 1,4 Millionen Euro) und argumentiert mit dem kalifornischen „Slayer Statute“ (zu Deutsch etwa Mörder-Gesetz), berichtet die „New York Times“. Da ihm der Zugriff verwehrt wurde, konnte der 32-Jährige seinen ursprünglichen Verteidiger, den Star-Anwalt Alan Jackson, nicht mehr bezahlen, heißt es in dem Bericht. Derzeit wird er von einer Pflichtverteidigerin vertreten. Diese argumentiert laut „NYT“, dass das von der Fondsverwalterin vorgebrachte Gesetz „eine Feststellung der Schuld, nicht nur eine bloße Anschuldigung“ erfordere. „Nick gilt als unschuldig und wurde keines Verbrechens überführt.“ Jedoch habe Kalifornien „keine Ausnahme erlassen, die es erlaubt, das Erbe eines Mörders für die Kosten der Strafverteidigung zu verwenden“, wird die Anwältin der Verwalterin zitiert. Für Montag ist eine Anhörung in dem Fall angesetzt. Das Geld liegt in einem von drei Fonds, die die Eltern für ihre Kinder eingerichtet hatten. Laut dem ursprünglichen Antrag sollte Nick Reiner die Hälfte des Geldes mit 30 Jahren erhalten und die andere fünf Jahre später. Diese Bestimmungen seien „verpflichtend und bedingungslos“, betonten Nick Reiners Anwälte im Juni. Die Fondsverwalterin argumentiert nun laut „NYT“, dass Reiner eine Auszahlung damals abgelehnt habe. Offenbar Streit kurz vor der Gewalttat Rob Reiner, der mit Filmen wie „Harry und Sally“ und „Stand By Me“ Erfolge feierte, und seine Frau Michele Singer Reiner waren Mitte Dezember 2025 tot in ihrer Villa in Los Angeles aufgefunden worden. Der 78-jährige Filmemacher und die 70-jährige Fotografin waren erstochen worden. US-Medienberichten zufolge war der Gewalttat ein Streit zwischen Nick Reiner und seinen Eltern auf einer Party des Moderators und Komikers Conan O’Brien am Vorabend vorausgegangen. Worum es dabei ging, ist unklar. Nick Reiner hat auf nicht schuldig plädiert, der Prozess gegen ihn soll am 15. September fortgesetzt werden.