Eralp zeigt Dobrindt nach Antisemitismus-Behauptung an
Prigge forderte, dass der Staatsschutz der Staatsanwaltschaft nun Vorermittlungen aufnehmen müsse. Die Berliner Behörde bestätigte den Eingang einer entsprechenden Anzeige am Montagvormittag noch nicht. Anzeigen müssten "ihren behördlichen Gang durchlaufen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das könne einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Moderatorin Illner hatte während der Sendung gesagt: "Elif Eralp sagt, sie ist Antisemitin", um kurz darauf ihren Versprecher in "sie ist keine Antisemitin" zu verbessern. Dobrindt äußerte darauf die Worte "Na, doch". [www.youtube.com | Timecode: 35:07] Prigge argumentierte, die Äußerung von Dobrindt sei dazu geeignet, Eralps politisches Wirken erheblich zu erschweren.
Der Landesgeschäftsführer der Berliner Linkspartei, Björn Tielebein, erklärte, Dobrindt müsse sich bei Eralp entschuldigen, "wenn er sein Amt ernst nimmt". Die Linke war aus der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 25. September mit 25,7 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft hervorgegangen. Seitdem hält eine Debatte über antisemitische Tendenzen in den Reihen der Partei an.