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Erdbeben in Kolumbien: Frau nach Rettung aus Trümmern gestorben

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Bogotá (Kolumbien) – Daniela Largo Sanchez war wie ein Symbol. Ein Symbol der Hoffnung für ein traumatisiertes Land. Die junge Frau war 37 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben am vergangenen Montag in Kolumbien aus den Trümmern der schwer verwüsteten Stadt Pereira gerettet worden. Die 32-Jährige war dehydriert, schwer verletzt – aber Daniela lebte! Das ganze Land hatte bei ihrer Rettung mitgefiebert. Jetzt trauert die Nation um sie – Daniela ist drei Tage nach der Rettung gestorben. Mit ihrem Tod erlischt ein Funke Hoffnung in Kolumbien. Mindestens 294 Tote, noch 320 Vermisste Das südamerikanische Land benötigt Hoffnung. Eine knappe Woche nach dem verheerenden Erdbeben vom vergangenen Montag lesen sich die Opferzahlen dramatisch: Bis Samstag stieg die Zahl der Toten auf mindestens 294, weitere 320 Menschen werden noch vermisst, fast 4000 wurden verletzt. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes mit. Laut Behörden war es das schwerste Erdbeben in Kolumbien seit Jahrzehnten. Nicht mitgezählt werden die Menschen, die ihre Häuser verloren haben, die aus Furcht vor weiteren Erdstößen noch immer im Freien übernachten – auf Matten oder in Zelten in den Parks. Retter bergen jetzt nur noch Tote Die Retter bergen jetzt fast nur noch Tote, sie suchen kaum noch nach Überlebenden in den Trümmern. „Wir haben nur noch eine Stelle, ​an der es Lebenszeichen gibt“, sagte ‌der Feuerwehrhauptmann von Cali, Alberto Hernandez, zur Nachrichtenagentur Reuters. „An ​den anderen Orten befinden wir uns leider in der Phase der Bergung von Toten.“ Die Bergung der Toten soll voraussichtlich am Sonntag abgeschlossen sein. Danach soll schweres Gerät die Trümmer beseitigen. Den Helfern vor Ort zufolge mangelt es an Decken, Zelten, Hygieneprodukten und Lebensmitteln. In den Städten ‌Medellín und Bogotá spendeten Tausende Menschen Nahrungsmittel, Kleidung und Medikamente für die Betroffenen des Erdbebens. Kolumbiens Präsident bittet Trump um Hilfe Für ‌den neuen Präsidenten Abelardo De La ⁠Espriella ⁠(48) ist die Katastrophe die erste große Bewährungsprobe. Der politische Neuling ist erst seit einer ‌Woche im Amt. Er wurde für sein anfängliches ​Krisenmanagement kritisiert, insbesondere weil er Hilfsangebote einiger Länder zunächst nicht angenommen hatte. Später trafen Rettungsteams aus Israel und den USA ein. ​De ​La Espriella sprach nach eigenen Angaben am Samstag in einem zehnminütigen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump und bat dabei um eine vorübergehende ⁠Aussetzung von US-Zöllen auf kolumbianische Waren.

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