Erding: Puma nahe Flughaften München gesichtet
rosenheim24-de
Bayern
Mutmaßliche Puma-Sichtung nahe Münchner Flughafen: Experten wollen Tierart bestimmen
Von: Renee Marie Maier
Uns auf Google folgen
Erding – Am Mittwoch (7. Oktober) wurde in einem Naturschutzgebiet in Oberding nahe des Münchner Flughafens mutmaßlich eine Wildkatze gesehen. Personen werden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Die Polizei sucht nach dem Tier.
Update, 17.01 Uhr – Experten analysieren Bildmaterial
Gemeinsam mit der Polizei und anderen Behörden geht das Landratsamt Erding den Hinweisen auf eine Raubkatzensichtung nach, wie es in einer Pressemeldung berichtet. Bisher gibt es keine neuen Erkenntnisse darüber, wer möglicherweise der Halter des Tiers sein könnte. Die Bevölkerung wird weiterhin zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.
Dem Landratsamt liegt Bildmaterial vor, das derzeit mithilfe von Expertinnen und Experten analysiert wird. Welcher Tierart die mutmaßliche Großkatze angehört, ist bisher noch nicht klar. Dass es sich um einen Puma handelt, bleibt also weiterhin bloß eine Spekulation.
Update, 16.50 Uhr – Kreisjäger-Chef ruft zur Ruhe auf
Die Aufregung ist groß: Derzeit wird von der Polizei nach einem Puma gesucht, der mutmaßlich im Naturschutzgebiet Notzinger Moos in Oberding gesichtet wurde. Nun ruft Thomas Schreder, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Bitte nicht aktiv nach dem Tier suchen und stattdessen die Behörden ihre Arbeit machen lassen“, sagt er gegenüber der dpa.
Im Bereich der Sichtung ist Vorsicht geboten. „Nachts würde ich das Gebiet auch für Spaziergänge erst mal eher meiden. Hunde sollte man auch tagsüber nicht frei laufen lassen“, sagt Schreder. Denn: „Wenn es ein Puma sein sollte, ist das eben auch kein ungefährliches Tier.“ Wenn ein unangeleinter Hund in Obererding herumlaufen würde, würde das möglicherweise das provozieren, „was wir nicht wollen – einen Konflikt“. Trotzdem sei die Wildkatzen-Sichtung kein Grund zur Panik, stellt er klar.
„Keine heimische Großkatze“
Zusätzlich zur Suche der Polizei würden Jäger im Gebiet anbieten, mit Wärmebild-Drohnen zur Hilfe zu kommen. Bisher haben die Beamten aber noch nicht um derartige Unterstützung gebeten, sagt Schreder. Die Aufnahmen des Tiers hat er ebenfalls gesehen und schätzt ein, dass es sich um keine heimische Raubkatze handelt.
Update, 16.24 Uhr – Jäger hat Großkatze erkannt
Pressemeldung Polizei Erding im Wortlaut:
Nach einer möglichen Raubtiersichtung in der vergangenen Nacht führt die Polizei in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Erding die weiteren Untersuchungen durch. Am späten Abend des gestrigen Tages hatte ein Jäger auf seinem Nachtsichtgerät eine Großkatze erkannt und die Polizei informiert. Die gefertigten Bildaufnahmen wurden noch in der Nacht einem Experten vorgelegt, der davon ausging, dass es sich bei dem Tier um einen Puma handeln könnte.
Suche läuft
Derzeit laufen umfangreiche Maßnahmen zur Ermittlung der Herkunft und tatsächlichen Art des Tieres. Zudem wird versucht, Hinweise auf den Aufenthaltsort der Katze in dem weitläufigen Waldgebiet unter anderem auch durch den Einsatz eines Polizeihubschraubers, einer Vielzahl von Einsatzkräften sowie polizeilicher Drohnen zu erlangen.
Spaziergänger werden gebeten, Hunde vorsorglich an die Leine zu nehmen und auffällige Beobachtungen unmittelbar an die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu melden. (Pressemeldung Polizei Erding)
Update, 15.45 Uhr – Polizei startet große Suchaktion
Um den in Oberding gesichteten Puma zu finden, startet die Polizei eine große Suchaktion. Ein Hubschrauber und Drohnen sollen zum Einsatz kommen, um das Gebiet von oben durchforsten zu können. Zudem werden Streifenwagen nach der Raubkatze suchen. „Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen“, informiert eine Polizeisprecherin die dpa.
Gemeldet wurde das Tier von einer Person, die im Notzinger Moos offenbar unterwegs war und ein Video von dem mutmaßlichen Puma gemacht hatte. Es gilt weiterhin die Warnung zur Vorsicht.
Update, 13.51 Uhr – Raubkatze ist vermutlich Puma
Nach der Sichtung der mutmaßlichen Raubkatze in Oberding am Mittwoch (7. Oktober) gibt es neue Erkenntnisse. „Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln“, berichtet eine Sprecherin des Landratsamtes Erding der Deutschen Presseagentur (dpa). Es sei gänzlich unklar, woher das Tier kommen könnte. Momentan tourt kein Zirkus durch das Gebiet, aus dem die Wildkatze entlaufen sein könnte.
Auch auf Facebook warnte das Landratsamt und teilte die Telefonnummer der Polizei. Wer das Tier sieht, kann sich unter der Telefonnummer 08122/968-0 melden. Die Gemeinde bittet, sich dem mutmaßlichen Puma nicht zu nähern.
Es existiert zudem eine Aufnahme des Tiers, welche allerdings laut der Kreissprecherin nicht veröffentlicht werden kann. Die Polizei ist informiert, hat aber keine weiteren Informationen, wie eine Polizeisprecherin der dpa mitteilte. Es ist noch nicht bekannt, welche weiteren Maßnahmen die Behörden planen und ob eine Suchaktion gestartet wird.
Erstmeldung:
Erding – In der bayerischen Gemeinde Erding läuft möglicherweise eine Raubkatze frei herum, das teilt das Landratsamt Erding in einer Pressemeldung mit. Das Tier wurde im Notzinger Moos im Gemeindebereich Oberding gesichtet. Die Gemeinde bittet vorsorglich, besonders vorsichtig zu sein.