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"Erfrischend und völlig einzigartig": Die kontroverseste Netflix-Serie erobert plötzlich die Streaming-Charts

Unterhaltung

Die Anthologie-Serie auf Netflix wagt sich an eine deutlich realistischere Art von Horror. Genau deswegen ist sie beim Publikum auch so umstritten. Trotzdem hat es die neue Staffel schon kurz nach ihrer Veröffentlichung fast an die Spitze der Charts geschafft.

True Crime fasziniert und schockiert das Publikum zugleich. Angesichts dessen dienen die tragischen Geschichten vielen Filmstudios seit Jahren regelmäßig als Inspiration für neue Produktionen. Vor allem Ryan Murphy hat sich in dem Genre einen Namen gemacht. Nach "American Horror Story" lieferte er im Herbst 2022 mit "Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer" eine neue Anthologie-Serie, die den realen Fall auf die Bildschirme holte.

Die Mischung aus Horror, wahren Begebenheiten und Schock-Faktor entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Streaming-Hit. Nun meldet sich der US-Regisseur mit einer neuen "Monster"-Staffel zurück – und sichert sich direkt einen Platz in den Netflix-Charts.

"Monster" Staffel 4: Die Netflix-Horror-Serie erobert die Charts

Auf Jeffrey Dahmer, die Menendez-Brüder und zuletzt Ed Gein folgte am 17. September 2026 eine weitere "Monster"-Staffel aus der Feder des inoffiziellen Horror-Meisters Ryan Murphy. In insgesamt acht Folgen rückt hier mit Lizzie Borden erstmals eine Frau in den Mittelpunkt der Anthologie-Serie. Eine Premiere, die sich viele Abonnent:innen offenbar nicht entgehen lassen wollten.

So platziert sich Staffel 4 bereits innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung auf Rang zwei der internen Serien-Charts auf Netflix. Lediglich eine Produktion kann den FSK-18-Titel noch die Spitze streitig machen: die romantische Coming-of-Age-Serie "Crew Girl".

Während "Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden" im Stream ein großes Publikum anlockt, fallen die erste Reaktionen zur Fortsetzung einer der umstrittensten Horror-Serien bislang durchwachsen aus. Auf "Rotten Tomatoes" verzeichnet sie einen Kritiker:innen-Score von 50 Prozent.

Besonders die Tatsache, dass Murphy erneut Fakt mit Fiktion mischt und der wahre True-Crime-Fall dabei in den Hintergrund rückt, erntet Kritik. "Der neueste Monster-Teil hat nichts über Borden zu sagen", heißt es. An anderer Stelle gibt es jedoch auch Lob für den Regisseur. Statt auf unnötige "Effekthascherei" zu setzen, glänzt die neue Staffel nämlich mit "relativer Zurückhaltung". Autorin Aramide Tinubu von "Variety" schreibt:

"Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden": Darum geht es

In der Vergangenheit sorgte die "Monster"-Reihe nicht nur für Streaming-Erfolge, sondern auch jede Menge Diskussionspotenzial. Kritiker:innen argumentierten, dass Ryan Murphys Anthologie brutale Serienmörder:innen wie Held:innen eines Franchises behandele. Gewalttätige Verbrechen würden dabei in reißerische Unterhaltung verwandelt werden, die die grausamen Taten teilweise sogar romantisiere.

Doch auch die anhaltende Kritik sollte eine weitere Staffel nicht verhindern. Mit Lizzie Borden steht daher nun die erste Frau im Zentrum der Geschehnisse. Die Handlung spielt im Amerika des 19. Jahrhunderts. 1892 wurde die junge Frau hier wegen des brutalen Axtmordes an ihrem Vater und ihrer Stiefmutter angeklagt. Zur Verurteilung kam es damals allerdings nie.

Vermutlich ist das einer der Gründe, warum der Fall die Menschen selbst 100 Jahre später noch immer fasziniert. Gespielt wird Lizzie Borden in der Serie von Ella Beatty ("If I Had Legs I’d Kick You). Darüber hinaus gehören unter anderem Rebecca Hall und Charlie Hunnam, der in der vorherigen "Monster"-Staffel die Rolle des berüchtigten Mörders Ed Gein übernahm, zur Besetzung.

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