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Erhöht hormonelle Verhütung das Risiko für Hirntumoren?

Allgemein

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Frauen, die mit Hormonen verhüten, haben je nach Präparat ein unterschiedliches Risiko für einen seltenen Hirntumor. Eine große dänische Studie mit Daten von mehr als drei Millionen Frauen deutet darauf hin, dass einige gestagenhaltige Verhütungsmittel mit einem erhöhten Risiko für Meningeome zusammenhängen. Das sind meist gutartige Tumoren der Hirnhaut.

Die Forscher verglichen 1473 Frauen mit einem erstmals diagnostizierten Meningeom mit mehr als 14.700 Frauen ohne diese Diagnose. Die Untersuchung zeigt einen Zusammenhang, kann aber nicht belegen, dass die Verhütungsmittel die Tumoren verursachen.

Auffällige Unterschiede

Am stärksten war der Zusammenhang bei Medroxyprogesteron-Injektionen. Nutzerinnen hatten ein mehr als vierfach erhöhtes Risiko – während der aktuellen Anwendung sogar ein fast zehnfach höheres. Trotzdem blieb die Erkrankung insgesamt selten.

Auch bei mehreren Antibabypillen fanden die Wissenschaftler erhöhte Risiken, darunter Präparate mit Cyproteron, Desogestrel, Drospirenon, Gestoden und Levonorgestrel. Hormonspiralen mit hoher Levonorgestrel-Dosis waren ebenfalls betroffen – allerdings erst nach mehr als einem Jahr Anwendung. Für niedrig dosierte Spiralen fanden die Forscher keinen eindeutigen Hinweis.

Risiko bleibt insgesamt gering

Das erhöhte Risiko zeigte sich vor allem, solange die Frauen das Mittel nahmen, oder im ersten Jahr danach. Bei den meisten Präparaten war es fünf Jahre nach dem Absetzen nicht mehr nachweisbar.

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