Erklärt: Deswegen wurde Oscar Piastri nach dem Qualifying von Monza bestraft
(Motorsport-Total.com) - Beim Großen Preis von Italien muss Oscar Piastri vom sechsten Platz an den Start gehen. Zwar hatte sich der McLaren-Pilot auf Startplatz drei qualifiziert, doch wurde Piastri nach der Session um drei Plätze zurückversetzt. Grund dafür ist ein Vorfall in Q2.
Piastri hatte, so die Urteilsbegründung der FIA, basierend auf Paragraph B4.1.1, Liam Lawson in seinem Red Bull auf einer schnellen Runde blockiert. Der McLaren-Pilot war gerade aus der Boxengasse gefahren und hielt Lawson am Ausgang der ersten Schikane auf.
Wieso wurde Piastri bestraft?
"Der Fahrer von Wagen 81 gab an, dass er nicht darauf hingewiesen worden sei, dass [Verstappen] und [Verstappen] sich auf einer schnellen Runde befanden, sondern erst, als er fast bei Kurve 1 war, bemerkte, dass [Verstappen] sich auf einer schnellen Runde befand", erklärt man seitens der FIA.
"Er verlangsamte seine Geschwindigkeit deutlich und hielt sich rechts, um [Verstappen] vorbeizulassen, konnte jedoch nichts tun, um eine Behinderung von [Lawson] zu vermeiden, der dicht hinter ihm fuhr."
Zu diesem Vorfall erklärt Piastri nach der Session: "Der Geschwindigkeitsunterschied, wenn du die Boxengasse verlässt, ist hier einfach riesig."
"Ich wusste gar nicht, wo [Lawson] auf einmal herkam", so seine Worte. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, welche Strafe Piastri für sein Vergehen erhalten würde.
Des Weiteren heißt es in der Urteilsbegründung: "Die Rennkommissare erkennen an, dass der Fahrer von Wagen 81 angesichts der ihm vorliegenden Informationen und der Situation, in der er sich befand, zu diesem Zeitpunkt keine anderen Optionen hatte und daher unbeabsichtigt und auch unnötigerweise Wagen 30 behindert hat."
"Daher wird", wie man seitens der FIA erklärt, "die Standardstrafe in Form einer Rückversetzung um drei Startplätze verhängt."
Piastri startet hinter den Ferraris
In der neuen Startaufstellung steht Piastri nun hinter den beiden Ferrari-Piloten und Max Verstappen. Teamkollege Lando Norris im königlichen Park von Position acht in den Grand Prix starten.
Abgesehen von der Startplatzstrafe zeigt sich Piastri vor dem Rennen in Monza äußerst zuversichtlich: "[Unsere Longrun-Pace] ist nicht so stark wie die von Mercedes oder Ferrari", erklärt Piastri nach der Session in der offiziellen Pressekonferenz.
"Aber ich glaube, die ersten paar Runden werden morgen echt chaotisch. Daher wird nicht zwangsläufig das schnellste Auto immer das Feld anführen."
"Sicherlich", so gesteht Piastri, "sind wir nicht so stark wie bei den letzten paar Rennen. Aber ich denke, es wird ein interessanter [Grand Prix]. Wir müssen unsere Chancen eben dann nutzen, wenn wir sie bekommen."
Später betont Piastri: "Wir sind hier ehrlich gesagt vielleicht etwas stärker, als wir erwartet hatten, und auch das gesamte Feld ist näher zusammen als erwartet."
Am Ende von Q3 lagen alle zehn Piloten innerhalb von exakt einer halben Sekunde. Auf die Bestzeit von Pierre Gasly im Alpine fehlten Piastri rund zwei Zehntelsekunden.