Ermedin Demirovic über schlaflose Nächte: „Bin ich so unerwünscht?“
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Stuttgart – Sein Tor war die perfekte Antwort auf die letzten Wochen. Stuttgart-Stürmer Ermedin Demirovic (28) ballerte sich beim 4:1 gegen Köln so richtig den Frust von der Seele. Sein Tor zum 3:0 in der 75. Minute krönte sein Super-Solo, eine echte Willensleistung. Nach dem Spiel erklärte der Stürmer sehr offen, woher er die Energie für sein Tor nahm.
Demirovic sagte: „Ich habe mir vorgenommen, wieder Respekt auf meinen Namen zu bekommen. Das war zuletzt schon sehr viel. Viel Gerede, es hieß, ich sei Verkaufskandidat. Jetzt konnte ich zeigen, dass ich hier bin. Und nicht ein Spieler bin, der keinen Verein findet. Ich wollte hierbleiben, hatte auch mit dem Trainer super Gespräche. Ich wollte den Weg hier weitergehen und keinen Ausweg suchen.“ In der Transferphase gab es immer wieder Gerüchte um einen Wechsel Demirovics. Unter anderem Galatasaray unterbreitete dem bosnischen Nationalspieler ein lukratives Angebot. Aber Demirovic lehnte ab.
„Im Trainingslager wurde eine Lüge verbreitet ...“
Der Torschütze weiter: „Das war sehr viel, das waren schlaflose Nächte zu Hause. Schon im Trainingslager wurde eine Lüge verbreitet, dass der Trainer mich verkaufen möchte. Das haben wir schnell geklärt.“ Sky berichtete vor mehreren Wochen, dass VfB-Erfolgscoach Sebastian Hoeneß (44) offen für einen Verkauf des Stürmers sei. Auf Nachfrage stellte der Trainer damals klar: „Ich war darüber irritiert und verärgert.“ Auch an Demirovic gingen die Diskussionen nicht spurlos vorbei. Der Stürmer weiter: „Ich habe gesagt, dass ich hierbleiben will. Und trotzdem hat das nicht aufgehört. Und irgendwann kommt man in eine Phase, in der man sich fragt: ,Muss man sich tatsächlich umschauen? Bin ich so unerwünscht?‘“
Über die Gründe, warum er unbedingt in Stuttgart bleiben wollte, obwohl er bei anderen Klubs mehr Gehalt hätte verdienen können, sagte Demirovic: „Ich hatte viele intensive Gespräche und habe mich dann gemeinsam mit meiner Familie entschieden, hierzubleiben. Wir haben noch einiges vor, spielen Champions League. Momentan gibt es nicht viel Besseres draußen. Der Trainer hat mir in Gesprächen das Gefühl von Wichtigkeit gegeben. Und dann habe ich dem Trainer keine andere Wahl gelassen und gesagt, dass ich beim VfB bleibe.“