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Ermittler sehen bei Zugunglück in Frankreich keine Hinweise auf Anschlag

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Normandie Ermittler sehen bei Zugunglück in Frankreich keine Hinweise auf Anschlag

Ein Regionalzug entgleist in der Normandie – bei dem Unfall werden Dutzende Menschen verletzt. Politiker sprechen von einem Attentat, die Staatsanwaltschaft widerspricht.

13.09.2026, 01.00 Uhr

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Nach dem Entgleisen eines Regionalzugs in Nordwestfrankreich mit 44 Verletzten gehen die Ermittler nach derzeitigen Erkenntnissen nicht von einem Anschlag aus. »Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, die auf einen Anschlag hindeuten«, erklärte am Samstag der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois. Politiker hatten zuvor von einem »kriminellen Akt« oder einem »Attentat« gesprochen.

Der TER-Regionalzug mit 186 Passagieren war am Freitagabend in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen unterwegs gewesen, als er nahe Cléon entgleiste. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte Staatsanwalt Gallois. Die Gründe dafür müssten im Rahmen einer Untersuchung geklärt werden. Es gebe aber bisher keine »Anhaltspunkte für eine böswillige Handlung und schon gar nicht für einen Anschlag«.

Der rechtsgerichtete Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti, hatte zuvor erklärt, die Entgleisung des Zugs sei »das Ergebnis eines Anschlags«. Er forderte, dass die Täter »mit größter Entschiedenheit« bestraft werden.

Der Präsident der Region Normandie, Hervé Morin, sagte, es sei von einem »kriminellen Akt« auszugehen. Das 250 bis 300 Kilogramm schwere Schienenstück sei nicht »einfach so auf die Gleise gelangt«. Eine Stunde vor der Entgleisung des Zugs sei an der betreffenden Stelle ein Zug vorbeigefahren und in der Zwischenzeit hätten dort keine Bauarbeiten stattgefunden.

Der 24-jährige Fahrgast Louis beschrieb im Radiosender Ici Normandie, er habe kurz vor dem Entgleisen des Zugs ein Ruckeln gespürt, das immer stärker geworden sei. Dann habe er sich nicht auf seinem Sitz halten können. »Die Fenster sind teilweise zerborsten, die Steine vom Gleisbett flogen in den Waggon. Es war wirklich schockierend«, sagte er.

Unter den 44 Verletzten befindet sich eine 18-Jährige, deren Zustand die Behörden zunächst als »kritisch« bezeichneten. Am Samstag gab Staatsanwalt Gallois Entwarnung und erklärte, das Leben der jungen Frau sei nicht mehr in Gefahr.

Die nicht verletzten Fahrgäste wurden laut Behörden zunächst in einen Raum gebracht, den die Stadtverwaltung von Cléon zur Verfügung stellte. Laut Bürgermeisterin Mélanie Delacour befanden sich die Betroffenen »in einem Zustand des Schocks«. Der Lokführer wurde auf Drogen- und Alkoholkonsum überprüft, die Tests fielen negativ aus.

Der Zugverkehr in der Region lief am Samstag laut SNCF Réseau wieder an, nachdem es in der Region laut Bahn zu größeren Störungen gekommen war. Auf der Strecke zwischen Rouen und Caen wurde in beiden Richtungen ein Busersatzverkehr eingerichtet.

hda/AFP

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