Ermittler sehen keine Hinweise für vorsätzliche
Update von Montag, 10. August, 12.10 Uhr: Inzwischen haben die Kreispolizeibehörde Olpe, die Feuerwehr Kirchhundem sowie die Staatsanwaltschaft Siegen Stellung zur Explosion am Sonntagabend, 9. August, in Kirchhundem genommen. Demnach sei der Behörde gegen 16.50 Uhr eine Verpuffung/Explosion an der Flaper Straße gemeldet worden. Laut Polizei habe diese sich im Keller des Hauses ereignet. Laut Polizei hätten Mitglieder des örtlichen „Böllerclubs“ mit Schwarzpulver hantiert. „Durch die Explosion wurden sechs Personen leichtverletzt. Zwei weitere Personen erlitten schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so Polizei und Staatsanwaltschaft. „Zunächst räumten die Einsatzkräfte den Bereich und übernahmen die Versorgung der Verletzten. Entschärfungskräfte des Landeskriminalamtes Düsseldorf wurden angefordert, um den Bereich zu untersuchen. Die Entschärfungskräfte konnten schließlich mitteilen, dass keine weitere Explosionsgefahr bestand“, heißt es in einer Medieninformation. Das Gebäude sei deshalb gegen 21.15 Uhr wieder freigegeben worden. Die Höhe des Sachschadens sei aktuell noch unbekannt. Eine verletzte Person sei vorsorglich in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen worden. Unter den Verletzten seien keine Schwerstverletzten. Die Polizei konnte noch keine Angaben zur Explosionsursache nennen. Zeugen hatten zunächst einen lauten Knall wahrgenommen, ehe Rauch aus dem Gebäude aufstieg. „Es ist noch keiner drin gewesen. Es geht auch keiner hinein, bis die Entschärfer vor Ort sind“, so die Polizei. Thomas Beckmann, Pressesprecher der Feuerwehr Kirchhundem, rechnet damit, dass es noch mehrere Stunden dauert, bis die Experten aus Düsseldorf eintreffen. Insgesamt vor Ort sind 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Rettungsdienstes sowie des DRK. Weitere Infos folgen voraussichtlich am Montag, 10. August. Update von 17.55 Uhr: Nach Angaben der Feuerwehr verletzten sich bei der Explosion insgesamt acht Menschen. Alle Betroffenen mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Eine Person kam aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Die Feuerwehr rückte mit starken Kräften an. Ein Trupp ging zur Personenrettung in das Gebäude vor, während weitere Einsatzkräfte den Brandschutz sicherstellten. Wie Thomas Beckmann berichtete, war zuvor offenbar eine Rauchwolke aus dem Haus in unmittelbarer Nähe der Schützenhalle wahrgenommen worden. Das betroffene Gebäude bleibt vorerst gesperrt. Die Einsatzkräfte warten auf einen Entschärfer des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf. Nach bisherigen Erkenntnissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Haus noch brennbares oder anderweitig gefährliches Material befindet. Aus Sicherheitsgründen darf das Gebäude deshalb derzeit von niemandem betreten werden. Das Schützenfest selbst wird unterdessen fortgesetzt. Trotz des umfangreichen Einsatzes läuft das Fest nach aktuellem Stand regulär weiter. Ursprünglicher Artikel: In einem Wohnhaus in Kirchhundem hat es offenbar am Sonntag, 9. August, eine Explosion gegeben. Es soll mehrere Verletzte geben. Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort. Gegen 16.50 Uhr ist die Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem zu einem Massenanfall von Verletzten alarmiert worden. Zuvor soll es zu einer Explosion in einem Wohnhaus an der Flaper Straße – nur wenige Meter vom Schützenfest entfernt – gekommen sein. Die Polizei-Leitstelle bestätigte auf LokalPlus-Nachfrage einen Einsatz. Was genau, sei jedoch noch offen. Es könnte sich nach erster Einschätzung um eine Verpuffung gehandelt haben. Die Polizei bestätigte, dass es mehrere Verletzte geben soll. Sie seien jedoch alle ansprechbar.