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Ernährung: Diese Lebensmittel erhöhen das Prostatakrebs-Risiko

Gesundheit

Das Risiko einer Prostatakrebserkrankung wird nicht zuletzt durch die Ernährung beeinflusst und manche Lebensmittel werden dabei mit besonders nachteiligen Effekten in Zusammenhang gebracht. So ist der regelmäßige Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel mit einem deutlich erhöhten Prostatakrebs-Risiko verbunden. Welche Zusammenhänge zwischen dem Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel und dem Risiko einer Prostatakrebserkrankung bestehen, haben Forschende der Florida Atlantic University (USA) und der University of Oxford (UK) in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „The American Journal of Medicine“ veröffentlicht. Ernährung ein wichtiger Faktor Dass die Ernährung auch bei Prostatakrebs eine Rollen spielen kann, ist bereits aus früheren Untersuchungen bekannt, wobei manche Nahrungsmittel mit vorteilhaften Effekten in Zusammenhang gebracht werden, während andere eher als Risikofaktoren gelten. So kamen Forschenden in einer Studie aus dem Jahr 2022 zu dem Schluss, dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten das Risiko für Prostatakrebs senken, während eine andere Untersuchung tierische Produkte wie rotes Fleisch, Eigelb und fettreiche Milchprodukte mit einem erhöhten Prostatakrebs-Risiko in Zusammenhang brachte. Zudem wurden in zahlreichen Forschungsarbeiten Verbindungen zwischen dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel und nachteiligen Gesundheitseffekten wie beispielsweise einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Adipositas, Stoffwechselerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesen. Und es wurden bereits mehrere potenzielle biologische Mechanismen identifiziert, über die hochverarbeitet Lebensmittel zur Krebsentstehung beitragen können, erläutern die Forschenden. Dies seien unter anderem Stoffwechselstörungen, Entzündungen, oxidativer Stress und Veränderungen der Darmflora. Einfluss auf das Prostatakrebs-Risiko? Ob Männer mit hohem Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel häufiger an Prostatakrebs erkranken, bleibe bislang jedoch unklar. Anhand der Daten von 17.024 Teilnehmern der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) im Alter ab 18 Jahren untersuchten die Forschenden daher nun, welche Zusammenhänge zwischen der Aufnahme hochverarbeiteter Lebensmittel und der Wahrscheinlichkeit eine Prostatakrebserkrankung bestehen. Die Teilnehmer wurden hierfür auf Basis des Anteils hochverarbeiteter Lebensmittel an der Gesamtkalorienaufnahme in vier Gruppen eingeteilt. In der Gruppe mit dem höchsten Verzehr dieser Lebensmittel lag deren Anteil an der Kalorienaufnahme bei über 44 Prozent, in der niedrigsten unter 20 Prozent. Signifikant erhöhtes Krebsrisiko Im Vergleich zu der Gruppe mit dem niedrigsten Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel war in den anderen drei Gruppen ein signifikant höheres Risiko für Prostatakrebs zu verzeichnen, wobei das Risiko in den beiden Gruppen mit dem höchsten Konsum im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Konsum um 30 % erhöht war, berichtet das Team. Auch nach Berücksichtigung von anderen Einflussfaktoren wie zum Beispiel dem Alter und dem Raucherstatus sei der Zusammenhang signifikant ausgefallen und habe im Vergleich zu der Gruppen mit dem niedrigsten Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel in den anderen Gruppen zwischen 24 Prozent und 31 Prozent höher gelegen. „Unter den erwachsenen Männern dieser national repräsentativen US-Bevölkerung hatten diejenigen, die höhere Mengen an hochverarbeiteten Lebensmitteln konsumierten, ein signifikant höheres Risiko, später an Prostatakrebs zu erkranken“, fasst Studienautor Dr. Charles H. Hennekens von der Florida Atlantic University zusammen. Hochverarbeitete Lebensmittel ein Gesundheitsrisiko Die Studienergebnisse belegen damit einmal mehr, dass hochverarbeitete Lebensmittel wie beispielsweise Chips, Fertiggerichte, Softdrinks, abgepackte Frühstückscerealien, Wurstwaren und andere Fleischprodukte äußerst nachteilige Effekte auf die Gesundheit haben können. Die Situation sei ähnlich wie bei den Gefahren des Tabaks, die Mitte des letzten Jahrhunderts deutlich wurden, und bei denen es Jahrzehnte dauerte, bis die Beweislage und die Bemühungen vorausschauenden Gesundheitsexpertinnen und -experten zu politischen Änderungen führten, erläutern die Forschenden. „Die Reduzierung des Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel stellt eine komplexe Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar, insbesondere angesichts der weiten Verbreitung und Verfügbarkeit dieser Produkte“, betont der Studienautor Dr. Timothy De Ver Dye von der Florida Atlantic University. „Alle Angehörigen der Gesundheitsberufe sollten ihre Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, den Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren“, ergänzt Dr. Hennekens. Dies umfasse auch, den Zugang zu nährstoffreichen, minimal verarbeiteten Lebensmitteln zu fördern. (fp)

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