DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,02 % 64.298,69 USD 09:25:24 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Ernährung und Demenz: Diese Lebensmittel sind schlecht für das Gehirn

Gesundheit

Ernährung und Denkleistung Diese Lebensmittel können dem Gehirn schaden Von Ann-Kathrin Landzettel Aktualisiert am 19.07.2026 - 10:26 UhrLesedauer: 4 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine ungesunde Ernährung setzt der Denkleistung zu. Welche Lebensmittel schlecht für das Gehirn sind – und was es stattdessen braucht. Hirngesundheit und Denkleistung hängen eng mit der Ernährungsweise zusammen. Um optimal zu funktionieren, benötigt das Gehirn wichtige Nährstoffe aus gesunden Lebensmitteln. Fehlen diese, nehmen Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit zu. Langfristig steigt sogar das Risiko für Demenz. Besonders sehr fetthaltige und zuckerhaltige Lebensmittel können die geistige Leistung beeinträchtigen. Die größten Risikofaktoren für Demenz Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Alzheimer-Krankheit, der häufigsten Form der Demenz, bei der zunehmend Gehirnzellen absterben. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind nicht abschließend geklärt. Bekannt ist, dass bestimmte Einflussgrößen das individuelle Risiko erhöhen. Zu den nicht beeinflussbaren Faktoren gehören das Alter, die Gene – und das weibliche Geschlecht: Frauen haben ein höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken als Männer. Als Ursache werden unter anderem hormonelle Faktoren vermutet, etwa der Abfall des Östrogenspiegels in den Wechseljahren. Beeinflussbare Alzheimer-Risiken Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren, die sich vermeiden lassen, gehören unter anderem Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Bewegungsmangel, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Das zeigt deutlich, dass ein gesunder Lebensstil einen bedeutsamen Teil dazu beitragen kann, das Alzheimer-Risiko zu senken. Der Verzicht auf "Genussmittel" wie Alkohol und Tabak kann ebenso wie ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung dabei helfen, die Gehirngesundheit möglichst lange zu erhalten. Welche Ernährung dem Gehirn besonders zusetzt Besonders fett- und zuckerreiche hochverarbeitete Lebensmittel stehen in Verdacht, dem Gehirn erheblichen Schaden zufügen zu können. Im Juli 2025 betonten die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Hirnstiftung in einer gemeinsamen Pressemeldung die Problematik ultrahochverarbeiteter Lebensmittel. Hinweise mehren sich, dass sie Schlaganfälle begünstigen und das Demenz- sowie Parkinsonrisiko erhöhen. Als ultrahochverarbeitete Lebensmittel werden Lebensmittel und Getränke eingestuft, deren Rohstoffe umfangreich industriell verarbeitet wurden und die meist viele Zusatzstoffe sowie energiereiche, wenig essenzielle Inhaltsstoffe enthalten, etwa Softdrinks, Süßwaren, Snacks, Fertiggerichte, Instantprodukte und Convenience‑Backwaren. Ultrahochverarbeitete Lebensmittel: Die Menge macht das Gift Die Experten stufen die hohe Energiedichte, den geringen Vitamin- und Ballaststoffgehalt sowie die vielen künstlichen Zusatzstoffe, darunter Aromen, Konservierungsmittel und Farbstoffe, als kritisch für die Gesundheit im Allgemeinen und das Gehirn ein. Wer diese Produkte häufig verzehrt, hat ein erhöhtes Gesundheitsrisiko – nicht nur für Schlaganfall und Parkinson, sondern auch für Demenz – so die Warnung. Die Experten verweisen auf verschiedene große Studien, die darauf hindeuten, dass zwischen dem Verzehr ultrahochverarbeiteter Lebensmittel und Demenz ein Zusammenhang besteht: je nach Studie ein bis zu 44 Prozent höheres Demenzrisiko. Das Risiko steigt mit der Menge des Konsums an. Warum eine ungesunde Ernährung das Gehirn schädigen kann Wie genau eine ungesunde Ernährung die Gehirnleistung beeinflusst, ist Gegenstand der Forschung. Untersuchungen zeigen ein Zusammenspiel verschiedener Wirkgrößen. Zum einen wird ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und den Folgekrankheiten Bluthochdruck und Diabetes angenommen, die mit einem höheren Demenzrisiko einhergehen. Ebenso wird vermutet, dass sich eine ungesunde Ernährung ungünstig auf das Darmmikrobiom auswirkt – was zu Veränderungen im Gehirn führen kann. Zudem haben Forscher einzelne Zusatzstoffe in Verdacht, neurotoxisch zu wirken, beispielsweise Glutamat, Nitrate und Aromen. Tierische Produkte in Maßen verzehren Tierische Produkte wie rotes Fleisch und fette Milchprodukte sollten ebenfalls nur in Maßen verzehrt werden. Wie ein hoher Zuckerkonsum oder der Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln wirken sie sich ungünstig auf die Gesundheit aus. In großen Mengen gegessen, begünstigen sie Übergewicht, erhöhen das Diabetes-Risiko, können die Blutgefäße schädigen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen – was das Alzheimer-Risiko erhöht. Zudem sind tierische Produkte reich an Cholesterin, was Gefäßablagerungen begünstigt. Alles, was dem Herzen und den Gefäßen schadet, schadet letztlich auch dem Gehirn. Denn das Herz versorgt über den Blutkreislauf das Gehirn mit dem von ihm benötigten Sauerstoff und Nährstoffen. Diese Ernährung stärkt die Denkleistung Die Forschung zeigt, dass eine gesunde Ernährung dazu beitragen kann, das Demenzrisiko zu mindern. Dabei kommt es nicht auf einzelne Lebensmittel an, sondern auf eine ausgewogene Mischung. Demenzexperten empfehlen in diesem Zusammenhang besonders die sogenannte Mittelmeerküche. Die mediterrane Kost ist reich an Gemüse und Obst, Salaten, Hülsenfrüchten, Nüssen, pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, frischen Kräutern, Vollkornprodukten und Fisch. Die nordische Ernährung zeigt der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ähnlich positive Effekte auf das Gehirn. Der nordische Speiseplan zeichnet sich durch einen häufigen Verzehr von nicht stärkehaltigem Gemüse (Brokkoli, Kohl, Blattgemüse), Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Beeren, fettem Seefisch (Lachs, Hering, Makrele), Geflügel, Vollkornnudeln, Reis, pflanzlichen Ölen (Rapsöl) sowie den häufigen Konsum von Tee und Wasser aus. Wie eine gesunde Ernährung das Gehirn schützt Laut der Alzheimer Forschung Initiative e. V. ist eine gesunde Ernährung doppelt wichtig, um Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen vorzubeugen: Sie liefert Nährstoffe, die Gehirnzellen stärken und Entzündungen entgegenwirken. Sie senkt Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder hohe Cholesterinwerte, die mit einem erhöhten Demenzrisiko in Verbindung stehen. Das sind die Top-Fragen des Tages: Loading... Loading... Loading... Vier Punkte für ein fittes Gehirn Wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. mitteilt, tragen vor allem vier Punkte dazu bei, das Erkrankungsrisiko zu verringern: Geistige, körperliche und soziale Aktivität, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, reich an Vitamin C, E und Beta-Karotin, fett- und cholesterinarme Ernährung, möglichst ungesättigte Fettsäuren und die Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes mellitus. Vorbeugung ist das A und O Den Alzheimer-Experten zufolge kommt der Prävention eine besonders wichtige Rolle zu, da eine Demenzerkrankung bislang nicht heilbar ist. Sind Nervenzellen zerstört, lässt sich dies nicht wieder rückgängig machen. Zwar ist das Gehirn grundsätzlich in der Lage, neue Nervenzellen zu bilden, doch nur in geringem Maße. Das Ziel sollte daher sein, die Nervenzellen im Gehirn bestmöglich zu schützen. Verwendete Quellen alzheimer-forschung.de: "Ernährung zur Vorbeugung von Demenz". Online-Information der Alzheimer Forschung Initiative e. V. (Abgerufen am 8. Juni 2026) alzheimer-forschung.de: "14 Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit". Online-Information der Alzheimer Forschung Initiative e. V. (Abgerufen am 8. Juni 2026) deutsche-alzheimer.de: "Prävention von Demenzerkrankungen". Online-Information der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. (Abgerufen am 8. Juni 2026) deutsche-alzheimer.de: "Häufig gestellte Fragen". Online-Information der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. (Abgerufen am 8. Juni 2026) hirnstiftung.org: " Demenz. Auf einen Blick ". Online-Information der Deutschen Hirnstiftung. (Abgerufen am 8. Juni 2026) amboss.com: AMBOSS-Bibliothek "Demenzen", AMBOSS SE. (Stand: 4. Juni 2026, kostenpflichtig) awmf.org: "Leitlinie Demenz. Für Patient*innen und Angehörige". Leitlinie (PDF) der Deutschen Hirnstiftung, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). AWMF-Register-Nr. 038-013. 1. Auflage. (Stand: 1. April 2026) hirnstiftung.org: "Ernährung für die Hirngesundheit: Ultrahochverarbeitet ist ultraschlecht". Pressemeldung der Deutschen Hirnstiftung. (Stand: 16. Juli 2025) gesundheitsinformation.de: "Alzheimer-Demenz: Symptome und Verlauf". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 12. Mai 2025) deximed.de: "Alzheimer-Demenz". Online-Information von DEXIMED. (Stand: 24. April 2025) hirnstiftung.org: "Unser Gehirn - was es leistet, was es krank macht". Online-Information der Deutschen Hirnstiftung. (Stand: 29. September 2021) Transparenzhinweis Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden. Quellen anzeigen

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