Ernährungstherapeutische Optionen bei Lipödem
Bekannt für das Lipödem ist die Fettfehlverteilung: Die betroffenen Gliedmaßen erscheinen optisch mehr oder weniger verdickt. Dies wird von Außenstehenden oft mit einer Adipositas gleichgestellt. Was bei letzterer aber fehlt, ist das eigentliche Leitsymptom des Lipödems: der Schmerz. Die Krankheit ist genetisch angelegt, die Symptome werden häufig durch hormonelle Veränderungen im Körper ausgelöst, weswegen fast ausschließlich Frauen daran erkranken. Während die Zunahme des Unterhautfettgewebes sichtbar ist, bleiben Schmerz und das typische Schweregefühl in den betroffenen Gliedmaßen – meist (Teile der) Beine – unsichtbar. Empfehlungen zu extremen Ernährungsregimen wie der ketogenen Ernährung, die über soziale Medien verbreitet werden, setzen die betroffenen Frauen zusätzlich unter Druck. Patientinnen mit Lipödem, die in die Ernährungstherapie kommen, haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich, geprägt von Fehldiagnosen, Stigmatisierung im Alltag und verschiedenen Versuchen, durch Ernährungsumstellung oder Gewichtsabnahme Besserung zu erzielen. Die Ernährungstherapie ist ein Baustein in der komplexen Lipödemtherapie, die Krankheit kann jedoch durch eine angepasste Ernährung, auch durch starke Gewichtsabnahme oder Spezialdiäten, nicht „geheilt“ werden. Ernährungstherapeut*innen sind gefordert, aufzuklären, mit den Patientinnen gemeinsam ein hilfreiches Ernährungskonzept zu erarbeiten und dabei sensibel gegenüber den unterschiedlichen Herausforderungen zu sein, die ein Lipödem für die Betroffenen mit sich bringt. In ihrem Artikel in Ausgabe 7 der Ernährungs Umschau erläutert Andrea Barth – Ernährungstherapeutin in eigener Praxis mit u. a. Spezialisierung in Lipödem und Lymphödem – das Krankheitsbild und worauf es in der Ernährung(stherapie) ankommt. Weitere Informationen: Sie sind Abonnent*in und möchten den oben genannten Beitrag lesen? Dann loggen Sie sich unter www.ernaehrungs-umschau.de ein und lesen Sie den vollständigen Beitrag online in Heft 7/2026.