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Ernährungsweise egal: Gesunde Ernährung kann biologisches Altern verlangsamen

Wissenschaft

Ernährungsweise egal

Gesund essen, langsamer altern?

Stand: 20.09.2026 11:15 Uhr

Welche Ernährung hält uns bis ins hohe Alter gesund? Eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen zeigt: Gesund muss es sein, aber die eine perfekte Art und Weise gibt es nicht. Denn bei verschiedenen Menschen waren auch verschiedene gesunde Ernährungsweisen mit einem langsameren biologischen Altern verbunden.

von MDR WISSEN

Für die Untersuchung hat das Forschungsteam die Ernährungsgewohnheiten von rund insgesamt 7.500 Menschen untersucht. Dabei verglichen sie zehn Ernährungsweisen, die als gesund gelten – darunter unter anderem pflanzliche Ernährung, die mediterrane und die nordische Ernährung sowie die sogenannte DASH-Diät, die gegen zu hohen Blutdruck entwickelt wurde. Das Ergebnis: Je gesünder sich die Menschen nach den jeweiligen Kriterien ernährten, desto langsamer stieg ihr biologisches Alter.

Das biologische Alter steckt in der DNA

Um das biologische Alter der Probandinnen und Probanden zu bestimmen, untersuchten die Forschenden ihre Blutproben. Darin sind sogenannte DNA-Methylierungsmuster. Das sind kleine chemische Markierungen auf der DNA, die sich im Laufe des Lebens verändern und beeinflussen können, wie unsere Gene abgelesen werden.

Diese Veränderungen entwickeln sich also im Laufe des Lebens und können deshalb Hinweise darauf geben, wie schnell der Körper biologisch altert. Für ihre Untersuchung nutzten die Forschenden drei sogenannte epigenetische Uhren und analysierten dabei rund 850.000 Stellen der DNA.

Keine perfekte Ernährung nötig

Die Forschenden stellten bei der Analyse fest: Das wichtigste ist, gesunde Lebensmittel zu essen. Denn wer sich nach den Kriterien einer Ernährungsweise gesund ernährte, erfüllte damit nicht automatisch auch die Kriterien einer anderen für "gesundes Essen".

Trotzdem gab es bei allen zehn untersuchten Ernährungsformen einen Zusammenhang mit langsamerem biologischem Altern. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ernährungsweisen waren dabei eher klein. Entscheidend ist also weniger die perfekte Ernährungsform als die grundsätzliche Qualität der Ernährung.

Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Ernährungsweisen

Denn offenbar führen verschiedene gesunde Lebensmittel zu ganz ähnlichen Reaktionen in unserem Körper: Mehr als 70 Prozent der von den Forschenden untersuchten biologischen Signalwege überschnitten sich bei den verschiedenen Ernährungsformen. Sie betreffen unter anderem den Stoffwechsel, die Zellstruktur und die Kommunikation zwischen Zellen – Prozesse, die auch für Alterung und chronische Krankheiten wichtig sind.

Damit gibt es dem Forschungsteam zufolge nicht nur einen richtigen Weg: Je nach Geschmack, Kultur und persönlichem Alltag können unterschiedliche Ernährungsweisen zu einer hohen Ernährungsqualität führen. Die Forschenden betonen allerdings: Die Studie zeigt einen Zusammenhang, sie beweist nicht, dass eine bestimmte Ernährung das biologische Altern direkt verlangsamt. Weitere Arbeiten sollen künftig klären, welche Mechanismen dahinterstecken.

(PM/kie)

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