Erneuerbare Energien: 400.000 Euro Pacht für ein Windrad - Traumrenditen für Bauern
Berlin. Grundstücke für Windräder sind begehrt. Das treibt die Preise nach oben: „Unsere Marktbeobachtungen zeigen einen deutlichen Anstieg der Pachten für Windenergieflächen“, sagte Dirk Briese, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Windresearch, dem Handelsblatt. In der Spitze würden Pachten „von über 400.000 Euro pro Jahr und Anlage erzielt“, sagte Briese. Die Pachten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Vor einem Jahrzehnt galten noch Pachten von 100.000 Euro als Ausreißer nach oben. Doch diese Zeiten sind längst vorüber. Nutznießer steigender Pachten sind nicht nur Landwirte, sondern häufig auch staatliche Verpächter, etwa Landesforste. Zahlen müssen letztlich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Denn die Betreiber von Windparks erhalten für den Strom, den sie ins Stromnetz einspeisen, nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine Garantievergütung: Wenn die Einnahmen aus der Vermarktung des Stroms unterhalb der Garantievergütung liegen, gleicht der Staat die Differenz aus. Die Pachten sind Teil der Kostenkalkulation der Betreiber. Diese müssen sich in Ausschreibungen um die EEG-Förderung bewerben. Wenn die Pachten steigen, geben die Betreiber höhere Gebote ab. Das macht den per EEG geförderten Strom unter dem Strich teurer.