Erneut Anschläge im Schwarzen Meer: Handelsschiff sinkt nach Drohnenangriff - Crew vermisst
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Sofia – Im Schwarzen Meer hat es am Dienstag erneut Drohnenangriffe auf zwei Frachter gegeben, dieses Mal in der bulgarischen Wirtschaftszone. Das unter der Flagge Togos fahrende Handelsschiff „Alfa Watan“ sei durch den Angriff gesunken. Angaben zum Schicksal der Besatzung lagen bislang nicht vor. Auf dem Getreidefrachter „Able“ (unter der Flagge des Inselstaats Palau) sei ein Feuer ausgebrochen. 18 Seeleute wurden gerettet, zwei von ihnen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen.
Das teilte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew (63) nach einer Dringlichkeitssitzung der Regierung mit. Die Angriffe ereigneten sich den Angaben zufolge rund 130 Kilometer vor der Küste des Balkan-Staates. „Das ist ein inakzeptabler Angriff in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens “, sagte Radew. „Es ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und das Seerecht.“ Zum Ursprung der Drohne äußerte sich der Ministerpräsident nicht. Es seien mehrere Drohnen gewesen, die aus dem Meer und aus der Luft gekommen seien.
Bereits am Montag hatte es in der Balkan-Region einen weiteren Angriff auf einen türkischen Getreidefrachter gegeben. Die „Royad Mammadov“ soll vor der rumänischen Küste von Drohnen getroffen worden sein, zwei Menschen starben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) machte Russland für die Tat verantwortlich. „Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern“, schrieb er in Onlinediensten.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) bezeichnete die Situation im Schwarzen Meer als „zunehmend besorgniserregend“. Bei der Plattform X schrieb sie am Dienstag: „Handelsschiffe – und unschuldige Besatzungen – werden zum Ziel genommen, es hat bereits Leben auf See gekostet.“ Die EU stehe solidarisch an der Seite ihrer Mitglieder an der Ostflanke. „Angriffe auf zivile Schifffahrt sind inakzeptabel.“