Erneut in Toilette am Charlottenplatz: Ist es derselbe Täter?
Als sie das bemerkt, will sie nach eigenen Angaben fliehen. Dabei stürzt sie, die Männer holen sie ein und schlagen sie. Anschließend bringen sie die Jugendliche in eine Toilettenanlage an der Stadtbahnhaltestelle Charlottenplatz und vergewaltigen sie. Wer die 16-Jährige danach gefunden hat, sagt die Polizei derzeit nicht. Am Ende bringt sie der Rettungsdienst ins Stuttgarter Klinikum. In der dortigen Gewaltambulanz wird sie untersucht und versorgt. Tätowierung an der Wade Die Jugendliche hat eine recht detaillierte Täterbeschreibung abgegeben. Demnach sind beide Männer zwischen 25 und 30 Jahre alt und haben eine dunkle Hautfarbe. Der eine Täter ist etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß. Er hatte dunkle, lockige Haare und trug einen Bart. Bekleidet war er mit einem weißen T-Shirt und einer langen Jeans. Der zweite Täter ist etwa 1,70 Meter groß und hatte dunkle Haare sowie eine dünne Figur. Eine seiner Waden war tätowiert. Er trug eine Gucci-Schildmütze, ein blaues T-Shirt und eine kurze Jeans. Die Toilettenanlage an einer der belebtesten Stadtbahnhaltestellen in Stuttgart wird immer wieder zum Tatort. Und in einem Fall, der erst einige Monate zurückliegt, gibt es eine auffällige Parallele. Auch im vergangenen Herbst hat es dort einen sexuellen Übergriff gegeben. Opfer war damals ebenfalls eine Jugendliche, erst 14 Jahre alt. Es handelte sich ebenso wie diesmal um eine Nacht von Freitag auf Samstag. Und die Beschreibung des Verdächtigen erinnert an einen der beiden jetzt beschriebenen Männer. Am 10. Oktober befand sich die 14-Jährige gegen 21.15 Uhr am Charlottenplatz, als ein Unbekannter sie laut Polizei in die dortige Toilettenanlage gedrückt und „sexuelle Handlungen an ihr durchgeführt“ habe. Anschließend flüchtete der Täter und ließ die Jugendliche zurück. Die 14-Jährige beschrieb den Täter so: etwa 25 bis 30 Jahre alt, mit schwarzen, lockigen, schulterlangen Haaren, dunklem Teint sowie einem Vollbart. Allerdings soll er zwei Lippenpiercings gehabt haben. Ob es sich in beiden Fällen womöglich um denselben Täter handelt, ist unklar. So wie noch vieles andere im aktuellen Fall. Ermittelt werde derzeit zum Beispiel noch, wohin genau die 16-Jährige unterwegs gewesen ist und ob sie die unterirdische Stadtbahnhaltestelle, in der sich auch die Toilette befindet, angesteuert hat, oder oberirdisch an der Straße unterwegs gewesen ist. Auch in einem weiteren ähnlich gelagerten Fall tappt die Polizei noch im Dunkeln. Im April vergangenen Jahres ist eine 15-Jährige nachts auf offener Straße im Bereich der Stiftskirche und Kirchstraße vergewaltigt worden. Sie hatte zuvor in einem Schnellrestaurant auf der Königstraße gemeinsam mit einer Freundin zwei deutlich ältere Männer kennengelernt. Gemeinsam war die Vierergruppe aufgebrochen. In der Nähe der Stiftskirche soll einer der Männer mit der 15-Jährigen zurückgeblieben sein und sie vergewaltigt haben. Der Täter soll 20 bis 28 Jahre alt sein, einen dunklen Teint und einen Bart gehabt haben. Neue Erkenntnisse gibt es in diesem Fall bisher nicht. Die Polizei sucht in allen Fällen dringend Zeugen. Wer etwas sagen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 07 11 / 8990 - 5778 bei der Stuttgarter Kriminalpolizei zu melden. Betroffene von Gewalt können sich generell zur vertraulichen, gerichtsverwertbaren Dokumentation von Verletzungen an die Gewaltambulanz am Klinikum Stuttgart wenden. Eine Untersuchung ist unabhängig von einer Strafanzeige möglich. Die telefonische Voranmeldung erfolgt unter 0152 / 5678 - 3333.