Erneut massiver russischer Raketenangriff auf Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär erneut massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen waren in der Nacht zu hören. Nach Angaben der Behörden wurde mindestens ein Mensch getötet. 13 weitere Menschen seien verletzt worden. Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert, schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Online-Plattform X. Er bezeichnete das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff und fordert angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. Einschläge in mehreren Stadtteilen Nach jüngsten Angaben der ukrainischen Polizei wurden bei den nächtlichen Angriffen sechs Stadtbezirke getroffen. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Die ukrainische Armee verstärkte ihre Drohnenangriffe auf Russland zuletzt deutlich. Bei Angriffen auf zwei Logistikzentren in Russland wurden nach Behördenangaben vom Samstag insgesamt acht Menschen getötet. Infolge russischer Angriffe meldete auch die ukrainische Hafenstadt Odessa mindestens zwei Tote. Selenskyj reagiert auf Proteste Unterdessen kam es in der Ukraine erneut zu Protesten gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Als Reaktion deutete Präsident Wolodymyr Selenskyj Veränderungen in der Armeeführung an. "Es gab gestern und heute viele Beratungen. Natürlich höre ich, was die Menschen sagen", sagte Selenskyj am Abend in einer Videobotschaft. Er habe "lange" mit Fedorow und mit Armeechef Olexander Syrskyj gesprochen. "Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet."