Erneut scharfe Kritik an Klopp wegen Aussagen zu Taktik des FC Bayern
In der Sport1-Sendung 'Doppelpass' hat sich Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg äußerst kritisch gegenüber den jüngsten Äußerungen von Nationaltrainer Klopp gezeigt: "Jürgen Klopp ist extrem in die Analyse gegangen, in die tiefe Analyse, wo er Dinge herausgeholt hat, die ihm nicht gefallen haben beziehungsweise die er nicht versteht. Das sollte er als Bundestrainer nicht machen", befand der 58-Jährige.
Klopp hatte sich in der vergangenen Woche beim Champions-League-Spiel zwischen den Bayern und dem FC Arsenal im Halbzeit-Interview bei DAZN ausführlich zur Taktik des deutschen Rekordmeisters geäußert. Dabei offenbarte er ein gewisses Unverständnis: "Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht und will mich weiterbilden. Mal hybrid. Mal gegen den Mann, dann nicht gegen den Mann. Dann im Raum. Ich bin immer noch am Lernen, sagen wir es mal so." Auch die Rolle von Harry Kane sorgte beim DFB-Coach für Verwunderung.
Mangelnde "Kollegialität unter Trainern"? Auch Kompany war vom Klopp-Kommentar genervt
Dass er dermaßen offen die Pläne eines Trainerkollegen kommentiert, geht für Effenberg gar nicht: "Ich habe in Erinnerung, ob es Jogi Löw war oder auch Nagelsmann als Bundestrainer, dass die sich immer relativ neutral gehalten haben, wenn sie in eine kurze Analyse im Spiel eines Topteams gegangen sind", verglich er die Interview-Auftritte des neuen Bundestrainers mit zwei seiner Vorgänger. "Das war jetzt extrem, da bin ich bei Oliver", befand er weiter.
Oliver Kahn hatte zuvor von mangelnder "Kollegialität unter Trainern" gesprochen. Kompany, der nach seinem Zusammenbruch auf dem Weg der Besserung ist, zeigte sich auf die Anmerkungen seines Kollegen angesprochen nach dem Arsenal-Spiel auch schon genervt. Als der Belgier auf der anschließenden Pressekonferenz auf die Aussagen angesprochen wurde, antwortete er nur kurz und knapp: "Da sage ich nichts zu. Nächste Frage."
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Spitzen gegen Kompany und Nagelsmann: Klopp-Interviews sorgen immer wieder für Ärger
Kompany und Klopp hatten rund um den ersten Bundesliga-Spieltag ein ausführliches Gespräch geführt, als der neue DFB-Coach zu seinem Antrittsbesuch an der Säbener Straße vorbeigeschaut hatte. Dabei haben die Beiden angeblich ausführlich über Taktik sowie Einzelspieler diskutiert. Bei Nathaniel Brown habe sich Klopp eine kleine Spitze in Richtung Kompany geleistet. "Jetzt haben wir endlich mal wieder einen deutschen Linksverteidiger – und dann stellst du ihn auf der Zehn auf", soll der Bundestrainer dem Bericht zufolge gescherzt haben.
Ähnlich hatte Klopp schon bei der Übertragung des Stuttgart-Spiels bei Sat.1 gewitzelt. Seine lockeren Bemerkungen an Mikrofonen hatten noch vor seiner Amtsübernahme beim DFB für Ärger gesorgt. "Ich habe mich gewundert, weil der Jürgen es schonmal hatte mit dem 'Noch', als er etwas offengelassen hat", erinnerte sich in der 'Doppelpass'-Runde auch Rouven Schröder, Sportchef von Borussia Mönchengladbach, richtig.