Ersatz? Warum der KSC keinen Schnellschuss plant
Die anstehende Länderspielpause wirft auch beim Karlsruher SC ihre Schatten voraus. Der Plan, wie die Profis des badischen Zweitligisten den diesmal dreiwöchigen Break verbringen werden, steht. Für die erste Woche, so erläuterte es der Club am Mittwoch, erhalten Marvin Wanitzek und Co einen individuellen Trainingsplan und dürfen dem Wildpark fernbleiben.
In Woche zwei, also ab dem 28. September, finden dann wieder normale Einheiten vor Ort statt, ehe die Karlsruher am 2. Oktober ein Testspiel beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden bestreiten. Dieses wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen.
In der dritten Woche beginnt dann die normale Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am 11. Oktober beim FC St. Pauli. Vor der XXL-Länderspielpause steht allerdings noch ein wichtiger Pflichttermin im KSC-Kalender: Am Samstag (13 Uhr/Sky und Live-Ticker auf bnn.de) empfängt der Tabellenzwölfte den zweitplatzierten 1. FC Nürnberg.
Die Krux mit den vertragslosen Spielern
Fehlen wird dann bekanntlich einmal mehr Moritz Broschinski. Der Leihstürmer wird am Sprunggelenk operiert und voraussichtlich für den Rest des Jahres ausfallen. Aufgrund der dünnen Personaldecke im Angriff stellt sich die Frage, ob der Verein doch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird.
Da das Sommer-Transferfenster – abgesehen von einigen exotischen Ligen im Ausland – allerdings seit Anfang September geschlossen ist, bliebe nur die Verpflichtung eines derzeit vertragslosen Spielers. Und die gibt es, gerade im Sturmsegment und mit entsprechender Ligenerfahrung, nur in äußerst limitiertem Maße.
„Wir beobachten den Markt, der aktuell für uns sehr begrenzt ist“, sagt auch Timon Pauls. Danach, dass in Kürze ein Broschinski-Ersatz im Wildpark aufschlagen wird, klingen die Worte des für den Profifußball zuständigen KSC-Direktors nicht.
Im Winter braucht der KSC womöglich einen Ersatz für Ben Farhat
Beim KSC wird man genau abwägen. Lohnt es sich, einen Spieler hinzuzuholen, der im Normalfall seit mindestens vier Monaten kein Pflichtspiel mehr absolviert hat und demzufolge ein nicht zu unterschätzendes Fitnessdefizit mitbringt? Bis der Neue den Karlsruhern in Liga zwei wirklich helfen könnte, wäre die Hinrunde womöglich bereits auf der Zielgeraden und das Broschinski-Comeback gar nicht mehr so fern.
Und ab Januar dürfte der KSC schon wieder im Zuge des Winter-Transferfensters aktiv werden – mit einer ungleich größeren Auswahl an Spielern. Im Sturm müssen sich die Badener dann möglicherweise ohnehin umschauen, sofern der SC Freiburg Louey Ben Farhat bereits nach der Hinrunde anfordert.