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Erst Regen und Sturm, danach wird es warm

Allgemein

Nach einem stürmischen Start ins Wochenende haben die Hessinnen und Hessen auch noch einen stürmischen Sonntag erlebt. Nahezu die ganze Nacht auf Sonntag gab es wegen Tief Manja Niederschläge und heftige Windböen.

Die Polizeipräsidien meldeten am Sonntagmorgen mehrere umgestürzte Bäume und abgerissene Äste - zu ernsthafteren Schäden kam es demnach aber nicht.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Kassel etwa zählte bis zum Morgen sieben unwetterbedingte Einsätze. Auch im Süden verlief die Nacht glimpflich. Eine mittlere einstellige Zahl an Einsätzen vermeldete das Polizeipräsidium in Darmstadt. Beamte seien zu quer auf den Straßen liegenden Bäumen gerufen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Sturmböen von mehr als 100 km/h möglich

Auch tagsüber sorgte Tief Manja noch für kräftige Böen und teils ergiebigen Regen. Während der Regen im Verlauf des Tage nach Thüringen und Bayern weiterzog, lässt der Wind laut hr-Wetterredaktion erst in den Abendstunden spürbar nach.

Tief Manja war damit stärker als das vorherige Tief Luise, wie hr-Meteorologe Tim Staeger erläuterte. Auf den Bergen wurden in der Nacht zum Sonntag auf Hessens größtem Berg Sturmböen von 96 km/h gemessen. Auch in Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg) wehten heftige Böen von bis zu 81 km/h, in Homberg/Ohm-Neu-Ulrichstein waren es 80 km/h und in Alsfeld (beide Vogelsberg) 75 km/h.

Außerdem fiel jede Menge Regen. In Driedorf (Lahn-Dill) kamen zwischen Samstag- und Sonntagfrüh 43 Liter pro Quadratmeter zusammen, in Bad Homburg und in Löhnberg (Limburg-Weilburg) 38 Liter, in Wiesbaden 35 Liter und in Oberzent-Beerfelden (Odenwald) 31 Liter. Die Pegelstände in Hessen waren am Sonntagnachmittag aber überall in Hessen im grünen Bereich, wie die Karte des Hessisches Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zeigte.

Warnung vor Spaziergängen im Wald

Wegen der Gefahr durch herabfallende Äste riet Meteorologe Staeger von Spaziergängen im Wald ab. Durch die Trockenheit des Sommers seien die Bäume besonders geschwächt.

Bereits Tief Luise hatte in der Nacht zum Samstag Schäden verursacht. In Seligenstadt (Offenbach) wurde ein Radfahrer durch einen herabfallenden Ast leicht verletzt. Auch andernorts meldeten Polizei und Feuerwehr umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste.

Danach bis zu 20 Grad

In den nächsten Tagen "erwartet uns eine deutliche Wetterberuhigung und -änderung", kündigte Staeger an. Das Wetter zeige sich dann - womöglich bis in den November - von seiner goldenen Seite.

Am Montag und Dienstag sind zwar noch einzelne Schauer möglich, ansonsten soll sich aber häufiger die Sonne zeigen.

Nebel und Hochnebel könnten sie vor allem in den Niederungen zeitweise verdecken. Die Höchsttemperaturen liegen am Montag voraussichtlich zwischen 9 und 15 Grad - am Dienstag sogar zwischen 14 und 20 Grad.

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