DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,30 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,18 % 65,11 USD 22:59:58 Brent 0,00 % 88,52 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,06 % 62.989,04 USD 22:56:58 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 21:27:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,28 % 184,192 JPY 22:56:14

Erste Anklage gegen mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur

Allgemein

Berlin – Knapp vier Jahre nach den Anschlägen! Der Generalbundesanwalt hat Medienberichten zufolge erstmals Anklage im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines erhoben. Demnach wird der Ukrainer Serhii K. wegen Angriffen auf zivile Energieinfrastruktur, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Zerstörung von Bauwerken beschuldigt. Es soll sich um den mutmaßlichen Drahtzieher handeln, wie ARD, „Süddeutsche Zeitung“ und „Zeit“ am Mittwoch berichteten. Das Verfahren soll vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg stattfinden. Die Bundesanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme ab. Serhii K. bestreitet eine Beteiligung. Sein Anwalt Nicola Canestrini zeigte sich zuversichtlich, dass sein Mandant in einem Prozess in Deutschland freigesprochen werde. Eine Berliner Anwaltskanzlei, die Serhii K. in Deutschland zuvor vertreten hatte, war für die Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht erreichbar. In abgehörten Telefonaten selbst belastet Laut den Berichten hätten die Ermittlern herausgefunden, dass K. das Sabotageteam anführte und das Kommando auf der Segeljacht „Andromeda“ hatte, von der aus der Anschlag im Herbst 2022 verübt worden sein soll. Er war am 21. August 2025 in der italienischen Provinz Rimini festgenommen worden. Nach seiner Überstellung nach Deutschland am 27. November 2025 setzte ein deutscher Richter den Haftbefehl am folgenden Tag in Vollzug. Serhii K. sitzt inzwischen in Hamburg in Untersuchungshaft. Brisant: Die Beweislast gegen ihn gilt den Berichten zufolge als erdrückend. So soll sich der ehemalige Soldat in abgehörten Telefonaten aus der Auslieferungshaft heraus selbst belastet haben. Sieben Tatverdächtige identifiziert Hintergrund: Bei der Sabotageaktion im September 2022 wurden die beiden Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee durch mehrere Explosionen schwer beschädigt. Die Leitungen waren gebaut worden, um russisches Erdgas direkt nach Deutschland zu transportieren. Durch die Sprengungen wurden drei der vier Röhren zerstört und der Gastransport dauerhaft unterbrochen. Der Anschlag gilt als einer der schwerwiegendsten Angriffe auf die europäische Energieinfrastruktur und löste umfangreiche internationale Ermittlungen aus.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren