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Umfragen vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD forciert AfD-Aufholjagd
Von: Christian Stör
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Am 20. September wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Der Trend in den Umfragen ist recht eindeutig. Doch eine Wende vor der Landtagswahl scheint noch möglich.
Schwerin – Nach den aktuellen Umfragen scheint der erste Platz schon vergeben: Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September deuten die Zahlen derzeit auf einen Sieg der AfD hin. Allerdings ist der Vorsprung der rechten Partei nicht uneinholbar. Hoffnung auf einen Erfolg macht sich derzeit auch die SPD, die aber weiter einige Punkte hinter der AfD hinterherhinkt.
Dennoch hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein klares Ziel ausgegeben: „Bei der MV-Wahl am 20. September geht es um eine Richtungsentscheidung“, sagte sie bei einem Parteitag Mitte Juni. „Entweder Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin mit einer starken SPD und einer starken, demokratischen, verlässlichen Regierung, oder die Alleinherrschaft der AfD, die unser Land spalten will und die in unserem Land Extremisten an die Macht lassen will.“
Umfragen vor der MV-Wahl 2026 deuten auf Zweikampf an der Spitze hin
Ein Blick auf die Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 macht deutlich, wie schwierig die Aufgabe von Schwesig tatsächlich ist. Die AfD führt mit Werten um 35 Prozent vor der SPD, die auf rund 27 Prozent kommt. Schwesig hofft aber auf die Wende. Die Landesparteichefin will die SPD erneut zur stärksten Kraft im Schweriner Landtag machen. Aktuell führt Schwesig die Regierung mit der Partei Die Linke als Partnerin.
Die mitregierende Linke kämpft mit der CDU in den Umfragen um den dritten Platz. Als fünfte Partei könnte das BSW in den Schweriner Landtag einziehen. Sicher ist das aber nicht. Dagegen würden die Grünen und die FDP nach den aktuellen Umfragen aus dem Landesparlament ausscheiden. Schwesigs rot-rote Koalition hätte demnach keine Mehrheit mehr. Abseits der AfD reicht es auch für andere Zweierbündnisse nicht. Die CDU wiederum schließt Koalitionen mit der Linkspartei, etwa ein Dreierbündnis mit der SPD, aus.
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Drei Parteien kämpfen um den Einzug ins Parlament – was die Umfragen sagen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die zwei aktuellsten Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026. Sie stammen von INSA (22. Juni) und von Infratest dimap (7. Mai):
Hinweis zu den Umfragen
Institut: INSA. Auftraggeber: Nordkurier. Erhebungszeitraum: 11. Juni bis 18. Juni. Fallzahl: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: ± 3,1 Prozentpunkte.
Institut: Infratest dimap. Auftraggeber: NDR. Erhebungszeitraum: 7. Mai bis 11. Mai. Fallzahl: 1153 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: zwei bis drei Prozentpunkte.
Die Befragungen sind repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern.
Wahl in MV: Umfragen dürften Ergebnisse ziemlich korrekt widerspiegeln
Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten.
Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Landtagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum nur bei 0,73 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. Es ist daher anzunehmen, dass die Umfragen die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 ziemlich gut abbilden dürften. (Quellen: Infratest dimap, INSA, Dawum, dpa) (cs)