Erster Herbststurm fegt über Deutschland: Wo es heute brenzlig wird
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Der Herbst dreht auf: Deutschland steht heute ein stürmischer Tag bevor. Erst kommt der Regen, dann legt der Wind kräftig zu. Am Abend erreicht der erste Herbststurm des Jahres seinen Höhepunkt. Es sind sogar Orkanböen bis 130 km/h möglich!
Der Freitag beginnt vielerorts ungemütlich, aber noch vergleichsweise ruhig. „Am Morgen zieht im Westen zunächst Regen auf, der Wind frischt dort allmählich auf“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung zu BILD. „Ab dem Mittag erreicht das Sturmfeld dann den Westen und Südwesten, also NRW, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Baden-Württemberg. Dort sind verbreitet stürmische Böen und Sturmböen zu erwarten.“
Wie sich der Herbststurm ausbreitet
Am Nachmittag arbeitet sich das Sturmfeld weiter nach Norden und Osten vor. Im Osten und Südosten bleibt es zunächst noch ruhiger, dort kommen Wind und Regen erst am Abend an. Im Südwesten kann es zusätzlich krachen: Hier sind einzelne Gewitter mit Sturmböen möglich. Der britische Wetterdienst hat das Tief als ersten Sturm der Saison auf den Namen „Austen“ getauft.
Wo Orkanböen bis 130 km/h möglich sind
Am Abend wird es besonders brenzlig. Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu BILD: „Der Höhepunkt wird zwischen 20 und 23 Uhr sein. Es wird die Westhälfte von NRW treffen, vielleicht auch noch bis zum Saarland. Auch die Mittelgebirge können betroffen sein.“ Auf dem Feldberg im Schwarzwald und auf dem Brocken sind Orkanböen um 130 km/h möglich.
In der Nacht verlagert sich das Sturmtief Richtung Nordosten und schwächt sich ab Mitternacht ab. Die Windgeschwindigkeiten machen den Sturm zwar nicht zum Jahrhundertsturm. Trotzdem besteht erhöhte Gefahr.
Warum der Sturm gefährlich werden kann
„Das Problem ist der Zeitpunkt. Die Bäume tragen noch viel Laub, das wirkt wie ein Segel, und der Boden ist durch den Regen aufgeweicht. Umstürzende Bäume und abbrechende Äste sind daher schon bei Böen möglich, die im Winter kaum Schäden anrichten würden. Wer am Freitagabend unterwegs ist, sollte Wälder und Alleen meiden und mit Behinderungen auf Straßen und Schienen rechnen“, erklärt Jung.
Nächstes Sturmtief bereits auf dem Weg