DAX +0,03 % 26.331,07 Pkt 18:00:00 MDAX +0,26 % 32.335,17 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,26 % 6.533,99 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,38 % 53.770,27 Pkt 22:43:59 S&P 500 -0,06 % 7.748,50 Pkt 22:36:53 Nasdaq -0,06 % 26.588,49 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,76 % 68.715,20 Pkt 05:41:25 Gold +1,88 % 4.465,20 USD 05:46:23 Silber +1,27 % 65,59 USD 05:45:41 Brent -0,74 % 88,25 USD 05:44:40 WTI -0,94 % 82,42 USD 05:46:11 Bitcoin +0,28 % 63.587,88 USD 05:56:25 EUR/USD -0,16 % 1,15260 USD 05:56:23 EUR/GBP -0,04 % 0,85410 GBP 05:56:27 EUR/CHF +0,20 % 0,93810 CHF 05:56:26 EUR/JPY -0,08 % 183,698 JPY 05:56:27

Erster Migrantentunnel an Lettlands Grenze zu Belarus aufgespürt

Technologie

Startseite Politik Erster Migrantentunnel an Lettlands Grenze zu Belarus entdeckt – jetzt beginnt „Operation Werwolf“ Von: Christoph Gschoßmann Uns auf Google folgen Bisher kamen Migranten mit Metallscheren und Leitern an den Zaun – der neue Tunnel zeigt, wie professionell die Schleuser geworden sind. Riga – Sandig verschmierte Kleidung, 15 Männer mitten in der Nacht, drei Kilometer von der Grenze entfernt – und darunter, kaum breiter als ein Mensch, ein Loch im Boden: Lettlands Grenzschützer haben in der Nacht zum 11. August erstmals einen unterirdischen Tunnel entdeckt, durch den Migranten aus Belarus illegal ins Land gelangt sind. Der Gang liegt im Abschnitt der Grenzschutzbehörde Silene, nahe dem geschlossenen Übergang Silene in der Region Augšdaugava. Er ist insgesamt rund 17 Meter lang, davon etwa zehn Meter auf lettischem Boden – rund eineinhalb Meter tief im Erdreich, mit einem Durchmesser von etwa einem halben Meter. Der Ausgang war mit Gras getarnt. Grenzschützer, Polizei, lettische Streitkräfte und ein Spürhundführer der litauischen Grenzschutzpolizei fanden zunächst die Gruppe – und dann den Tunnel. Innenminister Jānis Dombrava bestätigte am Dienstag: „Um Mitternacht wurde der erste Tunnel in Lettland im Abschnitt der Grenzschutzbehörde Silene gefunden.“ Lettland: Behörden schicken 15 Migranten zurück nach Belarus Alle 15 Personen wurden nach Belarus zurückgebracht. Grabwerkzeug fand sich weder bei den Migranten noch im Tunnel. Der lettische Grenzschutz ist deshalb überzeugt: „Ohne die Hilfe belarussischer Dienste wäre es unmöglich, einen solchen Tunnel zu graben.“ Bisher hatten Migranten versucht, den Grenzzaun mit anderem Gerät zu überwinden – laut dpa etwa mit Metallscheren oder selbst gebauten Leitern aus Ästen und Stöcken. Noch am selben Tag kündigte Premierminister Andris Kulbergs die „Operation Vilkatis“ – auf Deutsch: Operation Werwolf – an. Ziel ist es, kriminelle Schleusernetzwerke zu zerschlagen, Transportwege zu unterbrechen und Unterstützungspunkte für Migranten im Inland aufzuspüren, wie Euronews berichtet. Die lettischen Streitkräfte sollen den Grenzschutz mit mehr Personal, Drohnen, Hubschraubern und Flugzeugen verstärken. Zusätzlich sind häufigere Fahrzeugkontrollen im östlichen Grenzgebiet geplant, und Lettland will die Zusammenarbeit mit Litauen, Estland und Polen ausbauen. Kulbergs ordnet die Lage als Teil eines hybriden Krieges ein: „Es ist jetzt das fünfte Jahr seit Beginn der Feindseligkeiten, und Russland nutzt Lettlands Grenze als Element der hybriden Kriegsführung.“ Seine Botschaft an potenzielle Schleuser: „Wir wollen eine Botschaft senden: Bei uns wird es kein Loch geben!“ Kein Einzelfall – Litauen kennt das Problem der Grenztunnel schon länger Laut dem lettischen Staatsrundfunk LSM.lv hat Lettlands Nachbarland Litauen in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits zwölf Versuche registriert, über solche Tunnel einzureisen. Im Mai wurden dort 18 Migranten gefasst, die durch einen aus Belarus gegrabenen Gang ins Land gekommen waren. Im Juli kam es zu einem Skandal: Litauische Grenzschützer hatten verschwiegen, dass mehr als 20 festgenommene Grenzverletzer vier Beamte angegriffen hatten.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren