Erstmals seit 1961: Trump stimmt Hinrichtung von Amokläufer durch Erschießungskommando des US
Präsident Donald Trump hat nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums grünes Licht für die Hinrichtung des 2013 zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan gegeben.
Verteidigungsminister Pete Hegseth habe „empfohlen, dass der verurteilte Terrorist Nidal Malik Hasan durch ein Erschießungskommando der US-Armee hingerichtet wird“, teilte Pentagonsprecher Sean Parnell am Montag im Onlinedienst X mit. Trump habe dem „zugestimmt“.
Hegseth werde „Zeitpunkt und Ort“ der Hinrichtung festlegen, erklärte Parnell weiter. Er fügte hinzu: „Für Hasan ist nun endlich der Tag des Gerichts gekommen.“ Es ist das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstrecken wird.
Der damalige Armeepsychiater Hasan, ein muslimischer US-Bürger palästinensischer Herkunft, hatte 2009 auf dem Armeestützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas bei seinem Amoklauf zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie 30 Soldaten verletzt. Ein US-Militärgericht befand Hasan 2013 für schuldig und verurteilte ihn zum Tode. Das Gericht sah es damals als erwiesen an, dass die Tat von der Ideologie des Terrornetzwerks al-Qaida inspiriert war.
Hasan wurde bei dem Amoklauf angeschossen und ist seitdem teilweise gelähmt. Er hatte sich dafür entschieden, sich bei dem Prozess selbst zu verteidigen. Allerdings rief er keine Zeugen auf, sagte nicht aus und unternahm keinen Versuch, die Anklagepunkte zu bestreiten. Die Pflichtverteidiger vermuten, dass er die Vollstreckung der Todesstrafe anstrebt. (AFP)