Es geht um Infantino: Baerbock spottet über Trump-Vorschlag
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Gianni Infantino (56) als UN-Generalsekretär? Da wird Baerbock deutlich. Auf Gedankenspiele um den massiv in der Kritik stehenden Fifa-Präsidenten hätte Annalena Baerbock (45) nach eigenen Worten am liebsten mit einem provokanten Gegenvorschlag reagiert. Im Gegenzug hätten die Vereinten Nationen einen Vorschlag für die nächste Fifa-Präsidentschaft machen können, sagte Baerbock, die nun aus dem Amt als Präsidentin der UN-Generalversammlung scheidet.
Dahinter stehe die Absicht, „dieses Machtspiel sichtbar zu machen“, sagte Baerbock der dpa. „Denn mit sachlichen Gegenargumenten kommt man da nicht weit. Und vor allem sollte man jede noch so vermeintliche Absurdität ernst nehmen.“
US-Präsident Donald Trump gilt als enger Verbündeter Infantinos. Im Sommer waren nach der Weltmeisterschaft Berichte aufgekommen, wonach Trump den Chef des Fußball-Weltverbands als möglichen Nachfolger von UN-Generalsekretär António Guterres (77) ins Spiel bringen könnte. Fan der Vereinten Nationen war Trump noch nie. Immer wieder warf er der Vereinigung „Schwäche“ und „Ineffizienz“ vor. Infantino solle das ändern. Die „Washington Post“ schrieb nach der WM, Trump sei felsenfest davon überzeugt, dass Infantino „überall auf der Welt respektiert“ werde. Er besitze die „besondere Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen“, so der Präsident.
Infantino stellt sich zur Wiederwahl als Fifa-Boss
Baerbock hatte sich während ihrer einjährigen Präsidentschaft der UN-Generalversammlung für einen transparenteren Auswahlprozess und eine stärkere Rolle der 193 Mitgliedstaaten bei der Bestimmung des nächsten Generalsekretärs eingesetzt. Das hatte insbesondere bei den USA und Russland Kritik ausgelöst.
Der Nachfolger von Guterres wird noch in diesem Jahr gewählt. Infantino gehört nicht zu den offiziell nominierten Kandidaten. Er hat zudem bereits klargestellt, dass er trotz der Kritik nach den geplatzten Investoren-Plänen eine weitere Amtszeit als Fifa -Boss plant. Am Sonntag bestätigte der Weltverband, dass Gianni Infantino im nächsten Jahr zur Wiederwahl antritt. Sky News zitiert einen Sprecher des Weltverbandes: „Der FIFA-Präsident hat im April angekündigt, dass er sich 2027 zur Wiederwahl stellen wird. Daran hat sich natürlich nichts geändert. Herr Infantino wird sich zur Wiederwahl stellen.“ Bislang gibt es noch keinen Gegenkandidaten.