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Eskalation im Iran-Krieg: Politiker fordern Rückkehr von Bundeswehr-Schiffen

Nation

Zwei Schiffe der deutschen Marine warten in der Region auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Angesichts der jüngsten Entwicklungen mehren sich nun die Stimmen für einen Abzug.

Angesichts der neuen Eskalation im Iran-Krieg wird über eine Rückholung der beiden in die Region entsandten Bundeswehr-Schiffe diskutiert. Sie könne sich "nicht vorstellen, dass man die Schiffe in dieser Lage länger vor Ort auf ein Wunder warten lässt", sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie rechne damit, dass die Besatzungen der beiden Schiffe "den Sommer in Deutschland verbringen dürfen".

Das Minenjagdboot "Fulda" sowie das Versorgungsschiff "Mosel" der Bundeswehr sind derzeit in der Region. Sie warten auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus für eine sichere Handelsschifffahrt. Die Bundesregierung hatte grundsätzlich Bereitschaft gezeigt, an einem solchen Einsatz teilzunehmen. Es geht dabei unter anderem um die Suche und Räumung von Minen. Als Bedingung gelten aber eine belastbare Waffenruhe sowie die Zustimmung der iranischen Regierung. Beides ist derzeit nicht in Sicht.

SPD-Politiker Ahmetovic: "Alle Optionen auf den Tisch"

Die Besatzungen der Bundeswehr-Schiffe "Fulda" und "Mosel" müssten im September sowieso nach Deutschland zurückkehren, führte Grünen-Politikerin Nanni aus. Und bis dahin werde es ihrer Einschätzung nach "keine tragfähige Vereinbarung oder ein verantwortliches Mandat des Bundestags" für einen weiteren Einsatz geben können.

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Auch aus den Koalitionsfraktionen wurden entsprechende Überlegungen geäußert: Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetović, hält eine Rückverlegung der Schiffe für möglich. Es zeige sich, dass die Iran-Waffenruhe äußerst fragil sei, sagte er den RND-Zeitungen. Die Haltung der Koalitionsfraktionen, vorerst keine Bundeswehrmission zu verabschieden, sei daher richtig gewesen.

"Wie es mit unseren beiden Schiffen weitergeht, muss täglich an die Sicherheitslage vor Ort geknüpft werden", sagte Ahmetović. "Alle Optionen - also auch ein Abzug von "Mosel" und "Fulda" - müssen auf den Tisch." (afp/bearbeitet von fab)

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