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Eskalation über den Wolken: Passagier mit Klebeband an Sitz gefesselt

Welt

Eskalation an BordMann sorgt für Chaos im Flieger – Mitreisende fesseln ihn kurzerhand mit Klebeband

Rassistische Äußerungen und aggressives Verhalten: Passagier mit Klebeband an Sitz gefesselt

Auf Flug AA 618 von Dallas im US-Bundesstaat Texas nach Newark in New Jersey ist es am Donnerstagabend (3. September) zu einem heftigen Zwischenfall gekommen. Ein Passagier soll sich plötzlich aggressiv verhalten und andere Menschen an Bord beleidigt haben.

Nach Angaben von Augenzeugen begann der Mann während des Flugs immer aggressiver aufzutreten. Der 67-jährige Arthur Lundeen aus Arizona soll Flugpersonal und Mitreisende beschimpft sowie rassistische und vulgäre Äußerungen von sich gegeben haben. Juan Mejia, ein ehemaliger Polizeibeamter, berichtet ABC News, der Mann habe unter anderem Mitarbeiter der Airline und andere Passagiere beleidigt. Als die Situation schließlich körperlich geworden sei, griff Mejia gemeinsam mit seinem Freund Richard Olenick ein. „Juan wusste sofort, dass gehandelt werden musste. Er stand sofort auf, sprang auf den Sitz direkt neben dem Passagier und begann, ihn festzuhalten, um die Situation unter Kontrolle zu bringen“, sagt Olenick ABC.

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Gemeinsam gelang es den beiden Männern schließlich, den 67-Jährigen zu überwältigen. Lundeen wurde mit Klebeband an seinem Sitz fixiert, seine Hände zusätzlich mit Kabelbindern gefesselt. Mejia betonte später, dass es ihnen nicht darum gegangen sei, den Passagier zu verletzen. Sie hätten lediglich verhindern wollen, dass die Situation weiter eskaliert.

Maschine musste nach Baltimore umgeleitet werden

Wegen des Vorfalls entschied die Crew, den Flug umzuleiten. Statt wie geplant nach Newark weiterzufliegen, landete die Maschine gegen 22.15 Uhr am Baltimore/Washington International Airport. Dort warteten bereits Einsatzkräfte. Lundeen wurde nach der Landung aus dem Flugzeug gebracht und festgenommen. Die Maschine konnte anschließend ihre Reise nach Newark fortsetzen.

Die Maryland Transportation Authority Police wirft dem pöbelnden Passagier unter anderem Ruhestörung und Körperverletzung zweiten Grades im Zusammenhang mit Vorfällen an Bord beziehungsweise am Flughafen in Baltimore vor. Außerdem bemerkten Beamte bei seiner Festnahme eine offene Wunde an seinem Arm. Sanitäter untersuchten den Mann daraufhin.

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American Airlines bestätigte die Umleitung wegen eines „störenden Passagiers“. Die Fluggesellschaft betonte, die Sicherheit ihrer Passagiere und Mitarbeiter habe höchste Priorität und Gewalt werde nicht toleriert.

FBI untersucht Vorfall an Bord

Weil sich der Zwischenfall während des Fluges ereignete, ist inzwischen auch das FBI eingeschaltet. Die Ermittlungen dauern an. Auch die US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht den Vorfall.

Unruhige und aggressive Passagiere können in den USA mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Die FAA verfolgt Verstöße gegen Crew-Anweisungen und Gewalt an Bord seit Jahren mit einer Null-Toleranz-Politik. In besonders schweren Fällen werden Vorgänge zusätzlich an das FBI zur Prüfung möglicher strafrechtlicher Konsequenzen weitergeleitet.

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