DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

ETFs ohne Elon Musk: Diese zwei Produkte schließen Tesla und SpaceX aus

Technologie

Kein Tesla, kein SpaceX US-Anbieter startet ungewöhnliche Anti-Musk-ETFs Von Leon Bensch 15.07.2026 - 07:20 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Wer in bekannte ETFs investiert, hat oft automatisch Elon Musk im Depot. Ein US-Anbieter stellt dieses Prinzip nun mit einer ungewöhnlichen Strategie auf den Kopf. Die einen sehen in Elon Musk einen visionären Jahrhundertunternehmer, der mit Tesla und SpaceX ganze Industrien revolutioniert und enorme Renditen verspricht. Die anderen sehen in ihm ein unberechenbares Risiko, dessen Unternehmen durch starke Kursschwankungen, eine fragwürdige Unternehmensführung und hohe Bewertungen auffallen. Während Optimisten auf seine Innovationskraft setzen, fürchten Skeptiker den Zusammenbruch eines personenzentrierten Hypes. Seit dem Börsengang von SpaceX sind die Aktien des Unternehmens in wichtige Indizes wie den Nasdaq-100, FTSE Russell und MSCI aufgenommen worden. Ein Index bündelt zahlreiche Aktien nach festen Regeln und dient als Orientierung für den Markt. Wer in ETFs investiert, die solche Indizes nachbilden, hält deshalb automatisch auch Anteile an SpaceX und Tesla. Bis zum Mond und wieder zurück: Wer bei SpaceX einsteigt, spielt mit dem Feuer Doch geht das auch anders? Können Sie breit gestreut in den US-Aktienmarkt investieren und Elon Musk trotzdem bewusst ausschließen? Genau das versprechen zwei neue Anti-Elon-Musk-ETFs. Yahoo Finance und Bloomberg haben sie zuerst entdeckt. Zwei ETFs schließen Musks Unternehmen gezielt aus Ein ETF-Anbieter mit dem Namen "Subversive Capital" hat einen Weg gefunden, die kritische Haltung vieler Anlegerinnen und Anleger gegenüber Elon Musk in ein Anlageprodukt zu übersetzen. Das Unternehmen bringt zwei aktiv gemanagte Anti-Elon-ETFs auf den Markt, die gezielt Firmen ausschließen, die von Musk gegründet, geführt oder kontrolliert werden. Subversive Nasdaq-100 Ex-Elon Enterprises ETF (Ticker: QQNE) Subversive S&P 500 Ex-Elon Enterprises ETF (Ticker: SPNE) Die ETFs sind rechtlich bei der amerikanischen Tidal Financial Group registriert und gehören zum US-Finanzdienstleister und ETF-Anbieter Subversive Markets Lab. Das Unternehmen ist dafür bekannt, Nischenprodukte mit einer oft ironischen, gesellschaftskritischen oder politischen Note auf den Markt zu bringen. Das Konzept ist einfach: Anlegerinnen und Anleger erhalten die breite Marktabdeckung der beiden großen US-Indizes Nasdaq-100 und S&P 500, investieren dabei aber weder in Tesla noch in die neu börsennotierte SpaceX. Die Gewichtung der ausgeschlossenen Musk-Unternehmen wird stattdessen auf die übrigen Aktien im Index verteilt. Laut Prospekt, der bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde, sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Tesla (TSLA) und Space Exploration Technologies Corp. (SPCX) ausgeschlossen. Musks weitere Unternehmen wie Neuralink oder The Boring Company spielen dabei keine Rolle, da sie nicht an der Börse notiert sind. Nach Angaben im Fondsprospekt richtet sich das Angebot an Anlegerinnen und Anleger, die mögliche Risiken durch Musks Unternehmensführung, sein politisches Engagement und die starken Kursschwankungen seiner Unternehmen meiden möchten. Subversive setzt auf provokante Investmentideen Der Name "Subversive" ist bei Subversive Markets Lab Programm. Das Unternehmen entwickelt bewusst Anlageprodukte zu polarisierenden Themen und nutzt dafür Marktnischen. Bereits vor den Anti-Musk-ETFs machte Subversive mit Fonds auf sich aufmerksam, die Anlegern ermöglichen sollten, "wie die Oligarchie zu investieren". Laut Yahoo Finance legte das Unternehmen dafür ETFs auf, die die Aktiengeschäfte von US-Kongressabgeordneten und deren Familien nachbildeten. Die Idee dahinter: Politiker könnten durch Insiderwissen erfolgreichere Börsengeschäfte tätigen als die breite Masse der Anlegerinnen und Anleger. Entscheidende Phase beginnt: KI treibt die Börsen – doch wie lange noch? Gefährliche Parallelen zu 2000: Dieses Börsen-Warnsignal ging allen großen Crashs voraus Trotz des oft provokanten oder humorvollen Ansatzes handelt es sich bei den Produkten von Subversive Markets Lab um regulierte und handelbare Finanzprodukte für den Aktienmarkt. Klare Haltung – aber was bedeutet das für die Rendite? Wie sich die Rendite der beiden Ex-Elon-ETFs entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Unterschied zum klassischen Nasdaq-100 besteht vor allem darin, dass rund fünf Prozent des investierten Kapitals nicht in Musks Unternehmen fließen. Stattdessen wird dieser Anteil auf die übrigen 98 Unternehmen des Index – darunter Apple, Microsoft oder Nvidia – verteilt. Tesla macht derzeit rund 3,85 Prozent des Nasdaq-100 aus, SpaceX kommt auf etwa 1,2 Prozent. Zusammen entsprechen beide Unternehmen damit rund 5,0 bis 5,1 Prozent der gesamten Indexgewichtung. Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, kann die Wertentwicklung über Monate und Jahre jedoch deutlich beeinflussen. Wer mit Elon Musk investiert, könnte von Entwicklungen wie dem Tesla-Roboter-Boom, Künstlicher Intelligenz oder dem Starlink-Satellitenkommunikationsnetzwerk profitieren. In diesem Fall dürfte ein Ex-Elon-ETF hinter der Entwicklung des klassischen Nasdaq-100 zurückbleiben. Sollten Musks Unternehmen dagegen wegen seiner Eskapaden, der hohen Investitionssummen oder ausbleibender Gewinne deutliche Rückschläge erleiden, könnte ein Ex-Elon-ETF genau diesen Effekt abfedern. Fazit: Wer in einen der beiden ETFs investiert, entscheidet sich – ähnlich wie bei Fonds, die Glücksspiel-, Öl- oder Tabakaktien ausschließen – bewusst gegen bestimmte Risiken. In diesem Fall richtet sich die Entscheidung gegen das aus Sicht der Anbieter schwer kalkulierbare Risiko, das mit einem einzelnen Unternehmer verbunden ist.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren