EU-Gipfel: EU-Chefs wollen Ukraine winterfest machen und Starlink ablösen
Brüssel, Warschau. Nach Donald Trumps Dieseldeal mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin demonstrierten die Europäer am Freitag auf dem EU-Gipfel Geschlossenheit an der Seite der Ukraine. Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die anderen Staats- und Regierungschefs betonten, Europa werde die Ukraine weiter unterstützen, auch finanziell.
Die EU werde in den kommenden zwei Monaten ein neues Hilfspaket für die Ukraine schnüren müssen, berichteten mehrere EU-Regierungschefs am zweiten Tag ihres Gipfels in Brüssel. „Wir haben ein akutes Problem, ab 2026 Finanzierung auf europäischer Ebene zu finden“, sagte etwa die dänische Premierministerin Mette Frederiksen. „Wir müssen sicher sein, dass 2027 auf europäischer Ebene genug Geld da ist.“
Der im vergangenen Jahr beschlossene 90‑Milliarden-Euro-Kredit werde nicht für das Jahr 2027 ausreichen, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz auf einer Pressekonferenz am Freitag: „Wir wissen, dass wir mit diesem Geld nicht auskommen, dass die Ukraine mit diesem Geld nicht auskommt.“
Die EU werde deshalb in den kommenden Wochen den zusätzlichen finanziellen Bedarf der Ukraine ermitteln. Er gehe davon aus, dass die Regierungschefs das Thema auf ihren kommenden Gipfeln im November und Dezember erneut behandeln würden.