DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Europas Mückenplage lässt sich immer schwerer eindämmen

Gesundheit

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnt: Europa muss die Überwachung von Stechmücken verstärken und mehr Instrumente zu ihrer Bekämpfung einsetzen. Der West-Nil-Virus breitet sich weiter aus, zugleich siedeln sich invasive Mückenarten in neuen Regionen an. „Die zunehmende Übertragung des West-Nil-Virus und die Ausbreitung invasiver Mückenarten zeigen, wie dringend Europa seine Kapazitäten zur Mückenbekämpfung stärken muss“, sagte (Quelle auf Englisch) Céline Gossner, ECDC-Expertin für Lebensmittel-, Wasser-, vektorübertragene und zoonotische Krankheiten. Die Warnung erfolgt zu Beginn der aktivsten Phase der Übertragung in den Sommermonaten. Erstmals in diesem Jahr melden sechs europäische Regionen lokal erworbene Infektionen mit dem West-Nil-Virus. Insgesamt waren laut ECDC bis zum 13. August 429 lokal erworbene Fälle in neun europäischen Ländern registriert. Die meisten Infektionen treten gewöhnlich im August und zu Beginn des September auf. Die Fallzahlen dürften daher weiter steigen. Parallel dazu hat sich die Asiatische Tigermücke, Aedes albopictus, inzwischen in 16 europäischen Ländern etabliert – doppelt so viele wie vor zwölf Jahren. Die Art kann Dengue- und Chikungunya-Viren übertragen, Krankheiten, die früher vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vorkamen. Mückenkontrolle in Europa: Flickenteppich Die Entwicklung legt ein weniger sichtbares Problem offen: Europa verfügt über kein einheitliches System zur Bekämpfung der Mücken, die diese Krankheiten übertragen. Eine neue ECDC-Erhebung (Quelle auf Englisch) zu Überwachung und Bekämpfung von Mücken zeigt große Unterschiede zwischen den Ländern. Programme werden unterschiedlich organisiert, finanziert und umgesetzt. Von 38 angeschriebenen Staaten und Gebieten schickten 26 ausgefüllte Fragebögen zurück. Dem Bericht zufolge hängen viele Überwachungs- und Bekämpfungsprogramme von kurzfristiger Finanzierung ab und kommen ohne langfristige Planung aus. Zuständigkeiten liegen teils auf nationaler, teils auf regionaler oder kommunaler Ebene. Das erschwert eine abgestimmte Strategie über Grenzen hinweg. Das ist entscheidend, denn Mücken kennen keine Grenzen. „Für eine wirksame Mückenbekämpfung brauchen wir eine enge Zusammenarbeit in Europa und einen integrierten Ansatz. Er muss Mückenmonitoring, die Einbindung der Bevölkerung und gezielte Maßnahmen zur Mückenbekämpfung verbinden, die auch Umwelteffekte berücksichtigen“, sagte Gossner. Nach Angaben des ECDC bleibt die Mückenbekämpfung oft reaktiv und ad hoc. Sie richtet sich überwiegend gegen erwachsene Tiere. Langfristige Strategien, um invasive Populationen zurückzudrängen oder zu beseitigen, fehlen vielerorts. Bei Aedes-Mücken setzen die Länder auf eine Mischung aus chemischen und nicht-chemischen Maßnahmen. Dazu gehören Eingriffe gegen Larven sowie Kampagnen, die die Bevölkerung zum Mitmachen bewegen sollen. Der Klimawandel verschärft das Problem. Bereits jetzt beobachtet das ECDC längere und intensivere Übertragungssaisons für West-Nil-Virus, Dengue und Chikungunya. Wärmere Bedingungen schaffen günstigere Lebensräume für Mücken und verlängern die Zeiträume, in denen sich die Viren verbreiten können.

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