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Evakuierungen laufen: Waldbrand im Müritz-Nationalpark bedroht mehrere Dörfer

Nation

Im Müritz-Nationalpark zwischen Neustrelitz und Waren (Müritz) ist am Montagnachmittag erneut ein Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen. Wie Marten Schröder, Pressesprecher vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, am Abend mitteilte, hat das Feuer inzwischen rund 6300 Quadratmeter in der Nähe von Speck erfasst. Aufnahmen von den Löscharbeiten sehen Sie oben im Video. Feuer bewegt sich auf Dörfer zu Die betroffene Fläche gilt als munitionsbelastet, weshalb keine direkten oder nur im geringen Maße direkte Löscharbeiten möglich seien. Weil sich das Feuer in südöstlicher Richtung auf die Ortschaften Granzin, Granziner Mühle und Krienke zubewegt, müssen die Bewohner der Dörfer evakuiert werden. Es seien mehr als 100 Menschen betroffen, erklärte Schröder. Die Bewohner werden ins Gemeindezentrum nach Peckatel gebracht und dort versorgt. Sie müssen damit rechnen, dass sie dort auch die Nacht verbringen, falls sie nicht bei Verwandten, Bekannten oder anderweitig unterkommen können. Denn beim vorherrschenden Wind und der Trockenheit sei nicht davon auszugehen, dass „das Feuer von allein wieder ausgeht“, so Schröder. Die Feuerwehr rückte am Abend sowohl aus östlicher als auch aus westlicher Richtung vor, also aus Speck und aus Richtung Granzin. Es wurden alle erweiterten Löschzüge des Landkreises angefordert. Zudem sei der Einsatz von Drohnen vorgesehen, um sich aus der Luft ein Bild zu verschaffen. Das Lagezentrum werde in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neuendorf eingerichtet. Erst Ende Juni hatte es auf einer stark munitionsbelasteten Fläche im Nationalpark nahe Neustrelitz gebrannt.

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