Evakuierungs-Alarm an Bahnhöfen in drei Bundesländern: Das war die Ursache
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Frankfurt/Main – Diese Durchsage dürfte Zehntausende Reisende erschreckt haben: Am Freitagnachmittag wurden Menschen an etwa 1000 Bahnhöfen plötzlich aufgefordert, die Stationen zu verlassen. Jetzt ist klar, was den Evakuierungs-Alarm in drei Bundesländern ausgelöst hat.
Nach Angaben der Bundespolizei lief die Evakuierungsdurchsage „in allen Bahnhöfen und Haltepunkten der Region Mitte“. Betroffen waren demnach Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland – und damit rund 1000 Stationen, darunter entsprechend die Hauptbahnhöfe von Frankfurt/Main, Mainz, Saarbrücken, Wiesbaden und Ludwigshafen.
Menschen sollten Bahnhöfe verlassen
Die Menschen wurden um 14.55 Uhr dazu aufgefordert, den Bahnhof über den nächstgelegenen Ausgang zu verlassen. Doch es bestand keine Gefahr. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Nur etwa fünf Minuten später folgte bereits eine Entwarnung.
Wie es dazu kommen konnte, war zunächst unklar. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, bei der Deutschen Bahn sei ein Knopf fehlerhaft betätigt worden. Es habe sich um einen „menschlichen Fehler“ und nicht um einen technischen Defekt gehandelt. Die Bahn nannte am Freitag hingegen eine andere Ursache, sprach von einem technischen Defekt und einem „bedauerlichen Fehler“, wodurch die falsche Ansage lief.
Evakuierungen hatten begonnen
Am Samstag präzisiert ein Bahnsprecher gegenüber BILD: „Die Durchsagen wurden ausgelöst, als Mitarbeitende unseres Reisendeninformationszentrums (RIZ) ein Informationssystem aktualisierten.“ Der Fehler sei sofort erkannt und die Aufforderung zur Evakuierung unmittelbar im Anschluss zurückgenommen worden. Der Bahnhofsbetrieb habe nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufgenommen werden können.
Dennoch: „Einige Reisende folgten der Aufforderung zunächst und verließen die Bahnsteige und Bahnhofsgebäude geordnet und ruhig unter der professionellen Anleitung der DB-Mitarbeitenden vor Ort“, so der Sprecher weiter. Der genaue Hergang werde derzeit noch untersucht, um zu prüfen, ob zusätzliche Sicherungen nötig seien. „Wir bitten alle Fahrgäste um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten.“