Ex-Anwalt warnt: Trump will Midterm-Wahlen „stehlen“
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Ex-Anwalt warnt: Trump will Midterm-Wahlen „stehlen“
Von: Lukas Richter
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Ty Cobb wirft Donald Trump vor, in die Zwischenwahlen im November eingreifen zu wollen.
Washington – Die Zwischenwahlen im November werden für Donald Trump zum politischen Belastungstest. Nun erhebt ein früherer Anwalt aus dem Weißen Haus einen schweren Vorwurf: Ty Cobb behauptet, der US-Präsident wolle dort in die Wahlen eingreifen, wo er es könne, und sie auf diese Weise „stehlen“.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Cobb, der während Trumps erster Amtszeit als Sonderberater im Weißen Haus arbeitete, äußerte sich am Donnerstag (3. September) in der Sendung „The Beat“ des US-Senders MS NOW. Moderator Ari Melber sprach ihn auf einen ungewöhnlichen Parteitag an, den Trump für die kommende Woche in Dallas angesetzt hat.
Das Republican National Committee empfiehlt republikanischen Kandidaten demnach, für die Teilnahme 25.000 Dollar (rund 21.500 Euro) pro Person zu zahlen. Viele Republikaner hätten bereits angekündigt, nicht zu kommen.
Ex-Trump-Anwalt warnt vor Eingriffen in die Midterms
Für Cobb ist das kein Zufall. Die Kandidaten handelten aus seiner Sicht strategisch, weil Trumps Zustimmungswerte schwach seien. Sie versuchten, den Wahlkampf stärker auf ihre eigene Bilanz zu lenken. „Das ist ein Präsident, dessen Zustimmungswerte im Keller sind“, sagte Cobb bei MS NOW.
Aktuelle Umfragedaten zeigen erheblichen Gegenwind für Trump. Im „Poll of Polls“ des US-Senders CNN, der mehrere jüngere Erhebungen zusammenfasst, kommt der Präsident für den Zeitraum vom 22. Juli bis 31. August auf 35 Prozent Zustimmung. 63 Prozent lehnen seine Amtsführung ab.
„Trump beabsichtigt, die Wahlen zu stehlen“
In dem Interview verwies der frühere Trump-Anwalt zudem auf rund 344 Millionen Euro an Wahlkampfmitteln, über die Trump verfüge. Cobb sagte, Trump könne damit republikanische Kandidaten unterstützen, tue dies aber nicht. Daraus leitete er seinen Verdacht ab: „Ich glaube, Trump meint, dass er dieses Geld nicht ausgeben muss, weil er beabsichtigt, in die Wahlen einzugreifen und sie dort zu stehlen, wo es möglich ist.“
Cobb ging in dem Interview noch weiter. Er brachte die Möglichkeit ins Spiel, dass der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, demokratischen Wahlsiegern die Vereidigung verweigern könnte.
Streit um Briefwahl landet vor dem Supreme Court
Cobbs Vorwurf fällt in eine Auseinandersetzung über Briefwahlstimmen. Die Trump-Regierung beantragte am Donnerstag beim Obersten Gerichtshof, eine Entscheidung einer unteren Instanz aufzuheben, die einen geplanten Umbau bei Briefwahlunterlagen bislang blockiert, wie die US-Website Mediaite berichtet.
Nach dem Plan könnte die US-Post die Zustellung von Wahlunterlagen in Bundesstaaten verweigern, die keine Listen wahlberechtigter Bürger an eine Bundesdatenbank übermittelt haben. Diese Datenbank sei offenbar noch nicht eingerichtet. Außerdem müssten sich die Bundesstaaten an ein einheitliches Umschlagformat halten.