Ex-ORF-Chef verschickt Nacktbilder und fordert vor Gericht 4 Millionen Euro!
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Wien (Österreich) – Vor dem Arbeitsgericht Wien startete am Dienstag der Prozess um die Sex-Affäre des früheren ORF-Generaldirektors Roland Weißmann (58). Österreichs mächtigster Medienmanager soll einer Mitarbeiterin (Mitte 30) über drei Jahre Dickpics (Nacktfotos) geschickt und sie zu Sex-Treffen aufgefordert haben. Dafür wurde er im März gefeuert. Nun fordert er fast vier Millionen Euro für entgangenes Gehalt und Rufschädigung! Um 13.02 Uhr betrat Weißmann zusammen mit seinem Anwalt Oliver Scherbaum (52) den Sitzungssaal 25. Er sieht sich zu Unrecht der sexuellen Belästigung beschuldigt, will um seinen Ruf kämpfen und in dem mehrmonatigen Prozess die gesamte ORF -Spitze vor den Richter zerren. Die „Beziehung“ zu der Mitarbeiterin bezeichnete er im „Krone“- Interview vorab als „einvernehmlich und wechselseitig“. Zum Prozessauftakt schwieg er jedoch. Weißmann fotografierte erigiertes Glied im Anzug Zwischen 2019 und 2022 pflegte Weißmann intensiven Chat-Verkehr mit der ORF-Mitarbeiterin. Die Wiener Wochenzeitung „Falter“ veröffentlichte die hochnotpeinlichen Nachrichten. Weißmann schrieb ihr: „Gib mir endlich einen Kuss, ich will Sex mit dir, in meiner Welt haben wir Sex, wenn ich Sex will.“ Als sie ihm antwortete: „Ich hab gesagt, dass ich keine Affäre bin! Ich mache sowas nicht, das habe ich dir gesagt“, soll er ihr gedroht haben: „Weil du bewegst dich null.“ Und: „Nicht einmal ein Foto krieg ich von dir.“ Er dagegen fotografierte sich im Anzug auf der Herrentoilette mit offenem Hosenstall und im Bett mit nacktem Unterkörper. Nachdem sie ihren Chef abblitzen ließ, fürchtete sie um ihre Karriere. Denn er schrieb ihr: „... und dafür kannst scheißen gehen!“ Beide sollen sich Hunderte Nachrichten geschickt haben Weißmanns Anwalt Oliver Scherbaum zu BILD: „Dass bei einer Kommunikation auch Fotos übermittelt werden, kommt vor. Sie hat aber immer unwahr eine Beziehung bestritten. Gesagt, dass alles unaufgefordert und ungewollt gewesen wäre. Sie hat aber über vier Jahre mehrere hundert Chatnachrichten und Fotos mit Herrn Weißmann ausgetauscht. Und zwar von sich aus, als Erste. Jetzt behauptet sie vier Jahre später, er habe sie so unter Druck gesetzt. Da müsste es ja vor vier Jahren furchtbar gewesen sein und nicht jetzt, wo seit Juni 2023 kein Kontakt mehr besteht.“ Nach 24 Minuten wurde vertagt Trotz der unappetitlichen Chats entschied die Compliance-Stelle des österreichischen Staatssenders, „dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorliegt“. Deshalb fordert Weißmann in insgesamt drei Prozessen wegen der Kündigung, Rufschädigung und entgangener Einnahmen nun 3,9 Mio. Euro. Das mutmaßliche Opfer seiner Nacktbilder hat er wegen Verleumdung und Erpressung angezeigt, die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt. „Ich bin durch die Hölle gegangen“, jammert der Ex-ORF-Chef. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Ein Vergleich kam in der ersten Sitzung am Dienstag nicht zustande, nach 24 Minuten wurde vertagt. Die geforderten Millionen seien vom Steuerzahler nicht zu stemmen, sagte der ORF-Anwalt.